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Dominick Cruz: Erst wenn Cejudo mich schlägt, kann er der GOAT werden

Dominick Cruz (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Seit mittlerweile mehr als drei Jahren stand Dominick Cruz nicht mehr im Käfig. Der einstige Champion im Bantamgewicht der UFC, der in seinem letzten Kampf den Titel an Cody Garbrandt verlor, wird jedoch immer wieder von Kämpferkollegen herausgefordert. Auch vom Champion. Für den hat der „Dominator“ eine klare Ansage.

„Ich bin gerade in einer Nate-Diaz-Situation“, erklärte Cruz in einer Folge von Brendan Schaubs ‚Below The Belt‘. „Henry Cejudo hat mich herausgefordert, warum sollte ich also gegen jemand anderes kämpfen? Er ist der Titelträger, hat die Olympische Medaille und denkt, er ist der Champion im Fliegen- und Bantamgewicht. Er ist der Typ, den man schlagen muss. Er will außerdem als der Beste in die Geschichte eingehen. Dafür muss er aber erst einmal mich besiegen, so einfach ist das.“

Cruz konnte während seiner gesunden Kämpferzeit selbst Ansprüche anmelden, zu den Besten seines Fachs zu gehören. Der 34-Jährige hatte seine Gewichtsklasse in der WEC dominiert und in der UFC den Titel gegen Urijah Faber und Demetrious Johnson verteidigt, bevor ihn Verletzungen in eine dreijährige Pause zwangen, in der ihm der Gürtel abgenommen wurde.

2014 kehrte er mit einem Sieg gegen Takeya Mizugaki zurück, entthronte daraufhin TJ Dillashaw und verteidigte den Gürtel erneut gegen Faber, bevor er im Kampf gegen Cody Garbrandt, der dabei die beste Leistung seiner Karriere abrief, den Gürtel zum ersten Mal auf sportlichem Weg verlor. Zu weiteren Kämpfen kam es nicht.

2017 brach er sich in der Vorbereitung auf ein Duell mit Jimmie Rivera den Arm, das Jahr darauf musste er mit Bänderrissen in der Schulter komplett aussetzen. Genau wie der Champion Cejudo, der derzeit ebenfalls an einer Schulterverletzung laboriert.

„Auf geht’s‘. Ich bin hier, ich bin endlich gesund. Wir haben beide eine Schulter-OP hinter uns, wir kommen beide aus Arizona, waren in der gleichen Ringer-Nationalmannschaft. Ich kenne seinen Stil, ich weiß alles über ihn, seine Hintergründe, wie er aufgewachsen ist.“

Cejudo hatte Cruz bereits einmal gefordert, sein Augenmerk zuletzt jedoch auf andere Kämpfer gelegt, insbesondere José Aldo, der in seinem letzten Kampf Marlon Moraes unterlag. Für Cruz ein Zeichen, dass sich der Champion nicht mit einer echten Herausforderung befassen möchte.

„Wenn er gegen mich kämpft und mich besiegt, macht ihn das zum Besten der Gewichtsklasse. Aber ich glaube, dass ich die Wahrheit und den Grund kenne, warum er sich jetzt um Aldo bemüht, der gegen Moraes verloren hat, den Cejudo schon besiegt hat. Der Kampf ist für ihn bequem. Ich hatte drei Jahre Pause und sah davor im Käfig sehr gut aus und kämpfe eben unkonventionell. Aber so wie ich das sehe, kommen wir beide von einer Schulterverletzung zurück, sodass wir gleiche Voraussetzungen haben.“

Ob Cruz mit einem Titelkampf in die UFC zurückkehrt, darf bezweifelt werden, die Gefahr, dass er als Champion sofort wieder für mehrere Jahre mit Verletzungen verschwindet, dürfte der UFC mittlerweile zu hoch sein. Aber kämpfen will er auf jeden Fall und das noch innerhalb der nächsten Monate.

„Ich kämpfe im nächsten halben Jahr wieder“, so Cruz weiter. „Ich bin gesund. Ich will dieses Jahr solange kämpfen, solange alles so weitergeht, wie zuletzt. Ich habe viel darüber gelernt, was mich immer wieder zurückgeworfen hat. Ich konzentriere mich jetzt nur noch auf die Gegenwart und mache mir keine Sorgen über Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe.“