UFC News

Dominick Cruz: „Beim Infusionsverbot geht es nur ums Geld!”

Dominick Cruz (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Das Infusionsverbot im MMA durch die USADA bleibt auch im Jahr 2016 in aller Munde. Offiziell als Maßnahme gegen Blutdoping vorgesehen, hat das Verbot auch den Nebeneffekt, dass übermäßiges Abkochen aufgrund der schwierigen Wiederaufnahme der Flüssigkeit heute anstrengender ist denn je und schon manchen Kämpfer zum Wechsel in die nächst höhere Gewichtsklasse bewogen hat. Für UFC-Bantamgewichtschampion Dominick Cruz ist Doping-Bekämpfung jedoch nur eine vorgeschobene Begründung. Laut ihm geht es der USADA nur um das eine: Geld.

„Meiner Meinung nach ist die USADA nur deswegen eingeschritten, weil es Geld bringt,” so Cruz. „Je mehr Regeln es gibt, desto mehr können auch verletzt werden. Und da die Regelverstöße von den Kämpfern kommen, gibt das auch mehr Geld für die USADA.”

Die US Anti-Doping Agency hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit der UFC ein großes Testprogramm für MMA-Kämpfer angekündigt, dass vor allem auf einen deutlichen Anstieg an Dopingtests und Trainingskontrollen setzt. Ein kostenintensives Unterfangen, dass jedoch Früchte zu tragen scheint, alleine im Januar wurden zahlreiche UFC-Kämpfer mit Trainingskontrollen des Dopings überführt, darunter Diego Brandao oder Yoel Romero. Trotzdem für Cruz noch lange kein Grund, diesen höheren Geldbedarf durch neue Regeln zu finanzieren.

„Ich habe kein Problem damit, mich testen zu lassen und die ganze Prozedur mitzumachen. Aber das wegzunehmen, mit dem wir rehydrieren, damit wir den Fans eine gute Show bieten können, da denke ich, dass sich die USADA in Dinge einmischt, von denen sie wenig Ahnung hat,” so Cruz weiter. Der "Dominator" ist nicht der erste Champion, der das Infusionsverbot in Frage stellt. Letztes Jahr hatte auch der damalige Federgewichtschampion José Aldo öffentlich angekündigt, nicht auf Infusionen verzichten zu wollen.