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Derrick Lewis rudert zurück: „War im Eifer des Gefechts.“

Doch kein Rücktritt: Derrick Lewis rudert zurück (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Es war die große Überraschung der UFC Fight Night in Neuseeland am 11. Juni. Derrick Lewis verkündete nach seiner Niederlage gegen Mark Hunt sein Karriereende im Octagon. Nun, zwei Wochen später, rudert der Publikumsliebling zurück und hat schon einen neuen Gegner im Blick.

Nur wenige Minuten, nachdem Derrick Lewis von Mark Hunt bezwungen wurde, verkündete das „Black Beast“ sein wahrscheinliches Karriereende im Käfig. Als Grund gab er an, dass er das Kämpfen seiner Familie nicht länger zumuten wolle. Nun gab er zu, dass eine Rückenverletzung ihn zu diesem Schritt gebracht habe, von dem er mittlerweile wieder Abstand nimmt.

„Ich hoffe, dass ich um eine OP herumkomme“, sagte Lewis in der MMA Hour. „Ich habe mir alles nochmal durch den Kopf gehen lassen und es war definitiv nicht mein letzter Kampf. Ich will so schnell wie möglich wieder in den Käfig. Am Mittwoch werden wir wissen, wie es weitergeht, aber ich kann hoffentlich bis Ende des Jahres wieder kämpfen.“

Am Mittwoch lässt sich Lewis ein weiteres Mal am Rücken untersuchen. Die Verletzung sei ihm 2011 passiert und trete mit jedem Trainingscamp wieder auf. Im Vorfeld des Hunt-Kampfs sei es aber schlimmer denn je gewesen.

„Zwei Tage vor dem Kampf hatte ich richtige Rückenschmerzen. Ich habe gehofft, dass ich trotzdem damit durchkomme und habe mich massieren lassen. Das hat alles nur noch verschlimmert. Und im Kampf wurde es auch mit jeder Minute schmerzhafter. Es ist mir schon einmal im Kampf passiert, da konnte ich den Typen aber noch ausknocken. Gegen Hunt konnte ich mich irgendwann einfach nicht mehr bewegen. Ich konnte nur noch dastehen und die Schläge einstecken.“

Hunt hatte Lewis in der vierten Runde am Käfig gestellt und solange mit Schlägen bearbeitet, bis der Ringrichter den Kampf abbrach. Bereits in den Runden zuvor war Lewis wiederholt an den Käfig zurückgewichen und am Zaun entlanggelaufen. Die Schmerzen seien dann so stark gewesen, dass er nicht einmal mehr schlagen konnte, da die Hüftrotation so schmerzhaft gewesen sei.

Sobald die Verletzung ausgeheilt sei, will Lewis wieder angreifen und hat dabei schon jemanden im Auge. Direkt nach seinem Kampf ließen es sich andere UFC-Schwergewichte nicht nehmen, Spitzen in Richtung Lewis‘ abzufeuern. Diese hätten auch für sein Umdenken gesorgt. Neben Travis Browne, der Lewis Anfang des Jahres bereits unterlag, auch Francis Ngannou. Dementsprechend ist auch der Franzose der Wunsch-Gegner des 32-Jährigen.

„Als der Schleimscheißer Ngannou und der von den Toten auferstandene Browne angefangen haben, Mist zu erzählen, habe ich wieder Lust bekommen. Ngannou lässt sich von nichts beeindrucken, es ist also normal, dass er dummes Zeug quatscht. Browne, keine Ahnung, was in seinem Kopf vorgeht. Der Typ ist so oft K.o. gegangen, wurde so oft angeklingelt, er weiß wahrscheinlich gar nicht, was er sagt. Er will sich nur im Gespräch halten.“

Anders als Francis Ngannou. Der Franzose scheint nur einen oder zwei Kämpfe von einem Titelkampf entfernt zu sein und wird derzeit mit Junior dos Santos in Verbindung gebracht. Für Lewis jedoch trotz Hunt-Niederlage der attraktivste Kampf:

„Wenn ich Ngannou bekommen kann, würde ich als nächstes gegen ihn antreten. Wenn nicht, auch gut. Ich kämpfe gegen jeden. Aber das wäre derzeit ein guter Kampf.“

Ob die UFC solange auf das „Black Beast“ wartet, um Ngannou einzusetzen, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Der Rücktritt vom Rücktritt ist dennoch eine gute Nachricht für die UFC, die derzeit händeringend nach relativ jungen Schwergewichten sucht. Lewis hat mit 32 Jahren das Potential für viele weitere Jahre in der UFC.