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Derrick Lewis: Nach der Leistung verdiene ich keinen Titelkampf.

Derrick Lewis (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Eigentlich wollte Derrick Lewis in diesem Jahr um den Schwergewichtstitel kämpfen. Nach sieben Siegen aus acht Kämpfen sollte ein Erfolg über Francis Ngannou seine Eintrittskarte ins Titelrennen werden. Nach dem enttäuschenden Kampf am Samstag bei UFC 226 muss Lewis wohl trotz des Sieges wieder eine Sprosse nach unten steigen.

„Es war eine schreckliche Leistung“, sagte Lewis auf der Pressekonferenz nach dem Kampf gegen Ngannou. „Ich weiß, ich sage das oft, aber es war eine richtig schlechte Leistung. Ich weiß mit Sicherheit, dass ich damit keinen Titelkampf verdiene. Ich glaube, das hat mir mehr geschadet, als geholfen, trotz des Sieges. Wahrscheinlich hat es mich zwei Kämpfe zurückgeworfen.“

Lewis und Ngannou hatten sich monatelang in den sozialen Netzwerken beharkt, bevor der Kampf der beiden schlagkräftigen Schwergewichte zur Freude der Fans angesetzt wurde. Diese Freude wich bei UFC 226 jedoch schnell, denn beide schienen nur auf den One-Punch-Knockout zu setzen, wodurch kaum etwas passierte. Insgesamt landete Lewis 20 Schläge in den 15 Minuten Kampfzeit, Ngannou sogar nur elf. Trauriger Minusrekord im Schwergewicht.

Während die MMA-Welt weiterhin rätselt, warum Ngannou so passiv blieb, gibt es bei Lewis wenigstens einen Anhaltspunkt. Erneut hatte sich sein verletzter Rücken gemeldet. Der 33-Jährige hat bereits seit Jahren Rückenprobleme, die ihn bereits bei seiner Niederlage gegen Mark Hunt stark einschränkten und Monate später einen Kampf gegen Fabricio Werdum platzen ließen.

Ausreden will Lewis, der sich zumindest mit der Siegprämie nach dem einstimmigen Punkturteil trösten kann, nicht gelten lassen und so sucht er die Schuld bei sich: „Es war meine Schuld. Ich habe ihn herausgefordert und dann hätte ich auch das Tempo erhöhen sollen. Aber ich wollte auch intelligent kämpfen, weil er einfach sehr gefährlich im Stand ist.“

Für Takedowns reichte indes Lewis‘ Technik nicht. Zwar hat das „Black Beast“ bereits einige Kämpfer auf der Matte besiegt, dafür setzte er jedoch meist rohe Kraft, denn überlegene Technik ein. Ein klares Manko für den Südstaatler, der zuletzt wiederholt mangelndes Training eingestehen musste. Der Kampf gegen Ngannou könnte ein Weckruf sein.

„Ich muss mit meinem Arsch einfach mal auf die Schulbank und mehr Technik lernen. Ich habe keine Ahnung, wie ich einen richtigen Takedown lande. Ich habe es auch nicht verdient, nach dieser Leistung jemanden herauszufordern, egal, ob er der Top-Herausforderer war oder nicht. Nach so einer Leistung sollte ich gegen niemanden kämpfen.“