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Der Sergeant quittiert den Dienst

Nick Hein (Foto: Dorian Szücs)

Der härteste Cop Deutschlands hat nach elf Jahren den Dienst quittiert. Das Kölner UFC-Leichtgewicht Nick Hein wird sich fortan verstärkt auf seine Karriere in der größten MMA-Organisation der Welt konzentrieren.

Nick Heins größter Feind war bisher sein Termin-Kalender. Neben seinem Job als Bundespolizist war er regelmäßig im TV zu sehen und kämpft ganz nebenbei auch noch in einer der bestbesetzten Gewichtsklassen der UFC. Aktuell ist seine Zeit sogar noch knapper bemessen als sonst, denn für die Promo-Tour zum Berlin-Event der UFC am 20. Juni ist die 30-Jährige Nummer eins im deutschen Leichtgewicht derzeit in der Hauptstadt unterwegs, hetzt von Interview zu Interview, feiert am Freitag seinen Geburtstag und wird am Samstag in einer Koch-Show seine patentierten Sandwiches zaubern.

Die Verpflichtungen von drei Jobs auf Dauer alle unter einen Hut zu bekommen, ist praktisch unmöglich. Im Rahmen eines UFC-Media-Events am Donnerstag verriet Hein GNP1.de deshalb, dass er Polizeimarke und Dienstwaffe abgegeben hat.

„Ich habe bei der Polizei gekündigt, ich bin nicht mehr der härteste Bulle Deutschlands“, so Hein. „Ich bin nicht mehr bei der Bundespolizei, ich bin jetzt bei einem Berliner Sicherheitsunternehmen und mache die Vertretung für die Objekte in Nordrhein-Westfalen. Ich habe die Uniformen quasi ausgetauscht.“

Laut Hein hat er bei seinem neuen Arbeitgeber „volle Unterstützung mit allen Freiheiten“, um sich voll und ganz auf seine UFC-Karriere zu konzentrieren, wird in Kürze zu einem mehrwöchigen Trainingslager nach Thailand reisen. Auch bei der Polizei genoss Hein bereits Entgegenkommen, durfte für Trainingslager unbezahlten Urlaub nehmen. Auf kurz oder lang ließen sich UFC-Karriere und Beamtenlaufbahn aber nicht mehr vereinbaren.

Nicht nur sein neuer Arbeitgeber sitzt in Berlin, auch privat wird es den smarten Kölner nun verstärkt in die boomende Spree-Metropole ziehen. Schon zu Judo-Zeiten sei er „glücklicher Wahlberliner“ gewesen und sieht sich derzeit nach Wohnungen in der Hauptstadt um, will dort auch verstärkt trainieren.

Zu Hause sei aber immer dort wo das Herz schlägt, sagt er und lacht: „Ich bleibe ein rheinischer Jung, mit Tendenz zur Spree.“

Der berufliche Wechsel geschah zeitlich perfekt. Am 20. Juni wird Hein bei UFC Fight Night Berlin gegen den ungeschlagenen Polen Lukasz Sajewski in den Käfig steigen.

Ein ausführliches Interview mit Nick Hein, zu seinem Kampf in Berlin und vielem mehr, gibt es in der kommenden Ausgabe des GNP1 Magazins, das ab 5. Juni im Handel sein wird.