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Dennis Siver: Ich will Rückkampf gegen McGregor „auf jeden Fall“!

Dennis Siver beim UFC-Medientag in Berlin (Foto: Dorian Szücs)

Im Januar hat Deutschlands UFC-Pionier Dennis Siver den größten Fight seiner bisherigen Karriere bestritten, gegen Conor McGregor unterlag er in Boston vorzeitig – doch der Mannheimer will einen Rückkampf.

Conor McGregor entkommt man nicht. Nicht, wenn man die UFC verfolgt und schon gar nicht, wenn man bei der UFC unter Vertrag steht. Kein Wunder also, dass der großmäulige Ire auch über drei Monate nach dem großen Kampf bei UFC Fight Night Boston noch immer im Kopf von Dennis Siver herumspukt.

„Der ist natürlich besonders schwer zu vergessen“, so Siver. „Den Kampf habe ich jetzt abgehakt, der ist jetzt ein paar Monate her. Aber den Typ siehst du ja überall, der ist nicht zu übersehen. Von dem wird man wahrscheinlich noch ein bisschen mehr hören. Ich kann damit leben, ich sehe das professionell.“

Nach einem recht starken Beginn von Siver, übernahm McGregor damals ab Mitte der ersten Runde das Ruder und dominierte den aktuell zweitbesten deutschen Federgewichtler bis zu einem T.K.o.-Sieg in Runde zwei. Und auch wenn die Niederlage nun abgehakt ist und am 20. Juni gegen Tatsuya Kawajiri bereits der nächste Kampf ansteht, ein Rückkampf gegen McGregor steht noch ganz oben auf Sivers Wunschliste, wie er GNP1.de beim Media-Event der UFC in Berlin am Donnerstag verriet.

„So ein Rematch – da hätte ich nichts dagegen, das würde ich auf jeden Fall machen! Weil in dem Kampf ist jetzt für mich nicht alles so gut gelaufen“, so Siver. „Ich will jetzt nicht so viel auf irgendwelche Ausreden schieben, aber ich habe ab der zweiten Hälfte der ersten Runde doppelt gesehen, weil er mich hier mit dem Knöchel unterhalb des Auges getroffen hat (zeigt auf sein linkes Auge) und da irgendwie der Muskel hängengeblieben ist. Ich habe also gegen zwei McGregors gekämpft (lacht).“

In der zweiten Runde wurde Siver schließlich auch noch oberhalb des Auges getroffen, so dass sein komplettes linkes Sichtfeld zugeschwollen war, wie er erklärt, und er „nur noch mit einem Auge“ kämpfen konnte.

„Ich wollte schon in der Pause abbrechen, Gott sei Dank konnte der Cutman das mit dem Kühleisen aber herunterdrücken“, so Siver, der in der zweiten Runde jedoch schließlich komplett einbrach. „Dann ging es nur noch abwärts, denn mit nur einem Auge gegen so einen starken und schnellen Mann zu kämpfen, hat keinen Sinn.“

McGregor wird am 11. Juli einen der größten Kämpfe aller Zeiten gegen Federgewichtschampion Jose Aldo bestreiten, Siver steht im Juni in Berlin im Octagon. Der Traum vom Rückkampf bleibt dennoch, und der Gedanke daran, was hätte sein können: 

„Wenn mein Auge nicht zugegangen wäre, hätte der Kampf ganz anders laufen können.“

Ein ausführliches Interview mit Dennis Siver, in dem er verrät, ob er auf Jose Aldo oder auf Conor McGregor halten wird – und warum – und welchen Kampf er in Berlin erwartet, gibt es in der kommenden Ausgabe des GNP1 Magazins, das ab 5. Juni im Handel sein wird.