UFC News

Dennis Siver besiegt BJ Penn bei UFC Oklahoma, Kontroverse im Hauptkampf

Dennis Siver kehrte mit einem Sieg über BJ Penn ins Octagon zurück. (Foto: Nazariy Kryvosheyev)

 Dennis Siver hat es geschafft. Nach über zwei Jahren Auszeit konnte der Mannheimer bei UFC Fight Night 112 MMA-Legende BJ Penn nach Punkten schlagen.

Siver war von Anfang an der aktivere Kämpfer, feuerte zahlreiche variable Kicks und Schläge ab. BJ Penn hielt das Tempo zu Beginn noch mit und arbeitete vorwiegend mit geraden Händen, nach der Hälfte der ersten Runde wurde Penn aber zunehmend inaktiver und wurde immer häufiger getroffen.

In der zweiten Runde bot sich zunächst ein ähnliches Bild, bis Penn den Mannheimer mit einem Jab, gefolgt von einem Uppercut zu Boden schlagen konnte. Siver stürzte auf den Hosenboden und Penn sicherte sich die Top Position, doch aus der Situation Profit schlagen konnte er nicht. Ohne größeren Schaden zu nehmen konnte Siver bis zum Rundenende in der Rückenlage verweilen.

Im dritten Durchgang war bei BJ Penn dann komplett die Luft raus. Siver marschierte durchweg nach vorne und schmiss dem UFC Hall of Famer die Tritte und Schläge um die Ohren. Penn hatte sichtlich Probleme mit dem Bein, das sich durch die zahlreichen Low Kicks bereits dunkelrot gefärbt hatte.

Am Ende mussten dann die Punktrichter entscheiden. Einer wertete das Duell als Unentschieden (28:28), die beiden anderen sahen Siver vorne (29:28 und 29:27). Für Dennis Siver war es der erste Kampf seit zwei Jahren und der erste Sieg seit Oktober 2014. BJ Penn hat indes seit sechs Kämpfen nicht mehr gewonnen.

Ringrichterfehler sorgt im Hauptkampf für Enttäuschung

Im Hauptkampf der Veranstaltung trafen Michael Chiesa und Kevin Lee aufeinander. Das Duell der beiden Streithähne sollte aber in einer Kontroverse enden.

Nach einem kurzen Schlagabtausch verlagerte Chiesa das Duell kurzzeitig zu Boden. Lee stand wieder auf, wurde aber in einen Guillotine Choke genommen. Am Käfig hob er Chiesa hoch und beförderte ihn mit einem harten Slam auf die Matte. Nachdem Chiesa an einem Triangle Choke scheiterte, konnte sich Lee den Rücken seines Gegners schnappen. Minutenlang arbeitete Lee nun an einem Rear-Naked Choke, den er zum Ende der Runde dann auch tatsächlich durchbringen konnte. Der Griff saß eng und Chiesa schien kurz vorm Abklopfen zu sein. Ringrichter Mario Yamasaki agierte aber etwas zu voreilig und brach das Duell ab, obwohl Chiesa weder abgeklopft hatte noch das Bewusstsein verloren hatte. Was für ein unglückliches Ende. 

Boetsch stoppt Hendricks

Johny Hendricks, der für seinen Kampf bei der UFC Fight Night zum dritten Mal in seiner UFC-Karriere das Gewichtslimit überstiegen hat, musste sich im Co-Hauptkampf der Veranstaltung Tim Boetsch geschlagen geben.

Beide Kämpfer schenkten sich von Beginn an nichts und schlugen sich knüppelharte Fäuste um die Ohren. Boetsch gewann zügig die Oberhand und zwang Hendricks mit Kombinationen in die Defensive.

In der zweiten Runde packte Boetsch dann einen präzisen Head Kick aus. Hendricks taumelte nach hinten und wurde direkt mit weiteren Schlägen belagert, die schlussendlich zum Kampfabbruch führten.

Die Ergebnisse der Veranstaltung im Überblick:

UFC Fight Night 112
25. Juni 2017
Oklahoma City in Oklahoma, USA

Kevin Lee bes. Michael Chiesa via Rear-Naked Choke nach 4:37 in Rd. 1
Tim Boetsch bes.
Johny Hendricks via T.K.o. (Schläge) nach 0:46 in Rd. 2
Felice Herrig bes. Justine Kish einstimmig nach Punkten (30:26, 30:26, 29:27)
Dominick Reyes bes. Joachim Christensen via T.K.o. (Schläge) nach 0:29 in Rd. 1
Tim Means bes. Alex Garcia einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Dennis Siver bes. B.J. Penn mehrheitlich nach Punkten (28:28, 29:28, 29:27)

Vorprogramm
Clay Guida bes. Erik Koch einstimmig nach Punkten (29:28, 29:26, 30:27)
Marvin Vettori bes. Vitor Miranda einstimmig nach Punkten (29:28, 30:27, 30:27)
Carla Esparza bes. Maryna Moroz einstimmig nach Punkten (30:27, 29:28, 29:28)
Darrell Horcher bes. Devin Powell geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Jared Gordon bes. Michel Quinones via T.K.o. (Schläge) nach 4:24 in Rd. 2
Tony Martin bes. Johnny Case einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Jeremy Kimball bes. Josh Stansbury via T.K.o. (Schläge) nach 1:21 in Rd. 1