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Demian Maia: „Im MMA geht es nicht um Geld!“

Demian Maia (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Auch wenn das Weltergewicht an diesem Wochenende in Manchester nur eine kleine Rolle spielte, stand ein Kämpfer der Gewichtsklasse doch im Scheinwerferlicht: Demian Maia. Der Brasilianer war als Gast-Kämpfer geladen und stellte sich im Q&A den Fragen der Fans in Manchester. Dabei überzeugte der höfliche Brasilianer als Anti-These zu den Sprücheklopfern, die derzeit mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Die UFC wird nie langweilig. Spätestens seit Beginn der Conor-McGregor-Ära gelten die alten Regeln nicht mehr. Titelkämpfe werden nicht mehr nur nach sportlichen Gesichtspunkten vergeben. Einer, dem das gegen den Strich gehen sollte, ist Demian Maia. Der Brasilianer gehört zur technischen Elite seiner Gewichtsklasse, große Reden oder Herausforderungen hört man von ihm nicht. Das obwohl ihm die Fans in Manchester beim Q&A vor UFC 204 einige Steilvorlagen zuspielten.

„Im MMA geht es nicht um Geld, ich kämpfe nicht des Geldes wegen,“ so Maia in Manchester auf die Frage eines Fans, ob er seine Titelchance für die Möglichkeit, mit einem Kampf gegen Georges St. Pierre viel Geld zu verdienen, riskieren würde. „Natürlich bin ich an einem Kampf gegen St. Pierre interessiert, aber erst will ich den Titel gewinnen. Der Titel ist mir wichtiger als alles andere. Wenn ich den Titel habe, mal sehen. Ich sehe derzeit auch keinen Grund, warum ich keinen Titelkampf erhalten sollte.“

Sportlich sei dieser ja schon lange überfällig. Generell gaben sowohl Maia als auch Moderator Dan Hardy ihre Ablehnung der zunehmenden Mayweather-isierung der MMA-Welt zum Besten. Zu oft würde man Geld als Grundlage der Bewertung eines Kämpfers oder eines Kampfes zu Rate ziehen. Das solle aber nicht als Kritik an McGregor verstanden werden.

„McGregor ist ein großartiger Kämpfer und ein großartiger Entertainer, aber Geld ist nicht alles,“ so Maia weiter, der auch nach seinem Landsmann José Aldo gefragt wurde, der derzeit mit der UFC auf Kriegsfuß steht und sogar rechtliche Schritte androhte.

„Ich glaube nicht, dass Aldo wirklich aus der UFC raus will. Er ist sehr verärgert und will einfach den Rückkampf gegen McGregor,“ so Maia, dessen eigene Titelträume im nächsten Jahr wahr werden könnten oder vielleicht sogar schon früher. Wie der 38-Jährige weiter verriet, werde er sich definitiv bereithalten, falls Tyron Woodley oder Stephen Wonderboy eine Verletzung in der Vorbereitung auf UFC 205 erleiden sollen, wünschen würde er es keinem der beiden.

Auf seine letzte Leistung gegen Carlos Condit angesprochen, gab Maia nur ein kurzes "Ich glaube, ich hab es ganz gut gemacht." ab, bevor er wieder hinter der Bühne verschwand. Ganz der Gentleman eben.