UFC News

Demetrious Johnson: „Superfight gegen Cruz nicht unter 2 Millionen Dollar!”

Demetrious Johnson (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Vor vier Jahren verlor Demetrious Johnson seinen bisher letzten MMA-Kampf. In der letzten UFC-Veranstaltung auf dem Versus-Sender stellte sich „Mighty Mouse” im Kampf um den Bantamgewichtstitel der UFC und unterlag nach Punkten. Johnson zog die Konsequenz aus der Niederlage, wechselte in die damals neugegründete Gewichtsklasse der Fliegengewichte, die er nach kurzen Anlaufschwierigkeiten seit 2012 dominiert. Nun könnte es vielleicht zum Rückkampf gegen Cruz kommen, wenn denn das Geld stimmt.

„Wir wollten den Rückkampf gegen Cruz schon immer. Nicht, weil es böses Blut gibt oder weil ich verloren habe - vielleicht ein wenig weil ich verloren habe - aber weil er damals der ungekrönte König seiner Gewichtsklasse war. Er hat seinen Titel nie verloren, sie haben ihm den Gürtel wegen seiner Verletzungen abgenommen. Und ich habe das Gefühl, dass ich ihm bis heute den härtesten Kampf geliefert habe, zusammen mit TJ,” so der UFC-Champion in der gestrigen Sendung des australischen Submission Radio.

Vorerst liegt jedoch ein anderes Ziel vor Johnsons Augen: der Rekord für die meisten Titelverteidigungen. „Zuerst muss ich mal meinen Titel behalten und Anderson Silvas Rekord brechen. Wenn das geschafft ist, mein Marktwert angestiegen ist und jeder mich liebt, dann werden wir sehen, ob wir Dominick Cruz bekommen können. Und das wird weiß Gott kein einfacher Kampf, Cruz ist eine Maschine.”

Allerdings steht da ein kleines Details zwischen Johnson und einem eventuellen Superfight gegen Cruz. Nämlich die finanzielle Kompensation für den Champion. Der 29-Jährige ist nämlich auch damit zufrieden, weiter über die Gewichtsklasse unterhalb der 57 Kilogramm zu herrschen. Einen Superfight müsste sich die UFC etwas kosten lassen, nämlich 2 Millionen Dollar. „Wenn die UFC 600 Millionen Dollar Umsatz machen kann, dann können sie doch wohl auf zwei davon verzichten. Es würde ihnen doch nicht auffallen, wenn sie weg wären.”

Damit würde sich Johnsons Gehalt verzehnfachen. Der Weltmeister verdiente in seinen letzten vier Titelverteidigungen regelmäßig um die 130.000$ an Antrittsgage. Zusammen mit dem Siegbonus und weiteren Prämien landete Johnson immer wieder oberhalb der 200.000$, weit entfernt jedoch von den geforderten 2 Millionen. 

„Jeder sollte mich als Kämpfer auf dem höchsten Level einschätzen. Es ist eine gute Sache, dass die anderen Kämpfer jetzt anfangen, ihre Verträge auslaufen zu lassen um ihren Marktwert zu testen. Am Ende geht es doch nur darum, Rechnungen zu bezahlen. Wir sind Sportler und unser Fenster, mit dieser Möglichkeit so viel Geld wie möglich zu machen, ist sehr kurz.”

Ob die UFC diese Forderung erfüllt, bleibt abzuwarten. Johnson hat in seinen letzten Kämpfen nicht gezeigt, dass er die zahlende Masse für sich begeistern kann. Pay-Per-Views mit Johnson im Hauptkampf gehören zu den Schlusslichtern innerhalb der UFC. Die letzten vier Events wurden von insgesamt 760.000 Kunden bestellt, obwohl bei UFC 178 mit Conor McGregor und Donald Cerrone zwei Publikumslieblinge im Programm standen. Die Marke wurde im vergangenen Jahr von drei Einzel-PPVs überschritten.

„Damit ich also gegen den Champion einer höheren Gewichtsklasse antrete, ich muss das nicht tun. Ich muss nicht um den 135-Pfund-Gürtel kämpfen.  Momentan fokussiere ich mich auf den Rekord. Ich will am Ende meiner Karriere einen leichten Übergang in einen neuen Lebensweg und dabei so viel Geld auf die hohe Kante gelegt haben, dass ich nicht zurückschauen und Entscheidungen hinterfragen muss. Meine Gedanken kreisen darum, meiner Familie und meinen Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen.”