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Demetrious Johnson: „Nur ungebildete Deppen finden mich langweilig.”

Demetrious Johnson (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

In der UFC gibt es leider keinen Kritikerpreis, sonst würde Demetrious Johnson den wohl Jahr für Jahr einsacken. Stattdessen muss sich der Fliegengewichts-Champion in jedem Kampf neu beweisen. Nicht, dass es ihm an Qualität mangeln würde, den Gürtel trägt der 29-Jährige ja nicht umsonst, nein Johnson ist zahlreichen Fans einfach zu langweilig. Da können scheinbar auch kein starker erster Kampf gegen John Dodson, Submissions gegen Chris Cariaso, John Moraga und Kyoji Horiguchi oder ein krachender K.o. gegen Joseph Benavidez etwas ändern.

Im Rahmen des UFC Media Calls im Vorfeld des anstehenden PPVs UFC 191 nächste Woche stand Johnson den Journalisten Rede und Antwort und wurde natürlich auch auf die Langeweile angesprochen. „Nur ein paar Fans und ungebildete Deppen sagen, dass ich langweilig bin. Wer das sagt, versteht einfach nicht, was ich im Käfig tue.” Für Johnson, einen der technisch saubersten Kämpfer der UFC, spielt Unterhaltung im Käfig vorerst noch eine untergeordnete Rolle. „Ich versuche, nicht daran zu denken. Wenn ich anfange, zu überlegen, ob ich genug unterhalte, dann liefere ich keine gute Leistung ab. Ich habe mit der spätesten Submission UFC-Geschichte geschrieben. Dass ist etwas, auf das ich den Fokus lege: In den Käfig steigen, Leistung bringen und zeigen, dass ich ein starker Allrounder bin.”

Dafür scheint "Mighty Mouse" mittlerweile zumindest außerhalb des Käfigs offensiver zu Werke zu gehen. Während er früher Mikrofonen aus dem Weg ging und Interviewer mit Allgemeinplätzen frustrierte, scheut sich der Champion heute nicht mehr, Kampfansagen zu machen. Aber auch dabei ließ Kritik nicht lange auf sich warten. Für Johnson ist die Sache klar: „Es ist unmöglich, es allen recht zu machen. Einige Fans freuen sich, dass ich meine ehrlich Meinung sage, andere wünschen sich, dass ich wieder die Klappe halte. Aber man kann nicht jeden glücklich machen. Wenn man das versucht, verliert man den Blick aufs Wesentliche und das ist, der beste MMA-Kämpfer der Welt zu sein.”

Von diesem Ziel ist Johnson nicht weit entfernt. Die aktuelle Nummer 3 der gewichtsübergreifenden UFC-Rankings kann diese Platzierung nächste Woche mit einem erneuten Erfolg über Herausforderer John Dodson untermauern. Im ersten Duell vor zweieinhalb Jahren konnte Dodson einige gute Treffer setzen, musste sich aber doch nach Punkten geschlagen geben. Während Johnson seitdem fünf Gegner in die Schranken wies, kehrte Dodson erst im Mai von einer Knieoperation zurück und bezwang Zach Makovsky nach Punkten. Für Unentschlossene hat Demetrious Johnson auch einen guten Tipp parat: „Wenn jemand gutes MMA sehen will, sollte er einschalten, wenn ich kämpfe. Wer auf Drama und den ganzen anderen Kram steht, der kann sich ja den Bachelor reinziehen. Da gibt's genug davon.”

Am Samstag, den 5. September verteidigt Demetrious Johnson seinen Titel im Hauptkampf von UFC 191 zum siebten Mal. Das Hauptprogramm der Veranstaltung kann in Deutschland zum Preis von 14,99 € über Maxdome angeschaut werden.