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Demetrious Johnson: Champions sollten Top-Verdiener sein

Demetrious Johnson (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Demetrious Johnson gehört zu den dominantesten Champions der UFC. Leider spiegelt sein Verdienst das nicht wider. Der Fliegengewichtschampion konnte in seinen letzten Kämpfen nur durch das Reebok-Sponsoring sowie Performance-Boni die Marke von 200.000$ überschreiten. Kein Wunder, dass der 30-Jährige jetzt auf die Jagd nach Superfights geht, wie er dem Submission Radio verriet.

„Heute ist es leider so, dass Champions nicht mehr gegen den Top-Herausforderer antreten wollen, sondern gegen denjenigen, der ihnen das meiste Geld einbringt,“ so Johnson, der seinen Titel bereits acht Mal verteidigt hat. „Ich verstehe, warum sie das machen. Die UFC hat es klargestellt: Champions verdienen nicht am besten. Und glaubt mir, ich bin kurz davor, da mitzumachen. Ich habe nichts gegen GSP, aber seien wir ehrlich. Der Typ hat drei Jahre nicht gekämpft und wird mehr verdienen als jeder andere im Kader, abgesehen von Conor McGregor und Nate Diaz vielleicht. “

Dem Titelverteidiger stößt nicht nur seine geringe Entlohnung sauer auf, auch die Tatsache, dass er nach einem Verlust des Titels noch weniger verdienen würde, spricht in seinen Augen nicht für die UFC. Zuletzt hatten sich sowohl TJ Dillashaw als auch Luke Rockhold darüber beschwert, als Ex-Champion deutlich weniger zu verdienen als zuvor. Zudem denkt „Mighty Mouse“ mit 30 Jahren schon an die Zeit nach dem Kämpfen. Aber auch dafür muss erstmal das Geld stimmen.

„Ich bin erst 30 und kämpfe schon seit zehn Jahren. Ich kämpfe für die UFC seit 2011, fünf Jahre, vier davon als Champion. Ich könnte derzeit nicht meine Karriere beenden. Wäre ich ein NFL-Spieler, der vier Jahre in Folge den Super Bowl gewinnt, könnte ich das. Wir werden bald Kämpfer sehen, die deswegen mehr Geld fordern, damit sie ihre Karriere dann beenden können, wann sie wollen. Und nicht wie heute, wo das Stellenangebot des Supermarkts attraktiv wirkt.“

Die Lösung des ganzen? Superfights. Von Fans wird seit Jahren ein Rückkampf gegen Dominick Cruz, Johnsons einzige Niederlage innerhalb der UFC, herbeigesehnt. Johnson hat durch seine dominanten Leistungen gegen jeden Top-Herausforderer der Gewichtsklasse dazu beigetragen, dass die einzigen spannenden Kämpfe für ihn außerhalb seiner Gewichtsklasse liegen. Aber bevor es dazu kommt, muss die UFC finanziell eine ordentliche Schippe zulegen.

„Ich denke, 2 Millionen $ sind fair. Wir haben nicht die Fanbase und sind nicht die Könige des Abschlussballs wie Conor McGregor oder Nate Diaz. Aber unser Skillse und unsere Leistungen in der Vergangenheit sprechen für sich. Dominick hat seinen Gürtel öfter verteidigt als Conor, obwohl Conor deutlich aktiver ist. Das, was wir als Athleten mitbringen und was wir bereits geleistet haben, ist zwei Millionen Dollar wert, vor allem nach dem UFC-Verkauf für vier Milliarden.“

Für den 30-Jährigen wird es einen Superfight nicht unterhalb dieser Marke geben. Ansonsten wird „Mighty Mouse“ weiterhin das Fliegengewicht regieren. Johnsons nächster Kampf steht dabei schon fest: am 3. Dezember wird er im Finale auf den Sieger der aktuellen TUF-Staffel Treffen und dort seinen Titel erneut aufs Spiel setzen. Ein Sieg ließe ihn mit Georges St. Pierre gleichziehen, der seinen Titel neun Mal in Folge verteidigen konnte.