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Daniel Omielanczuk kämpft trotz potenziellem Doping-Verstoß

Daniel Omielanczuk (Foto: Dorian Stücs/GNP1.de)

Am 13. Juli findet in Sioux Falls im US-Bundesstaat South Dakota die UFC Fight Night 91 statt. Im Laufe der Veranstaltung werden die Schwergewichte Daniel Omielanczuk und Oleksiy Oliynyk aufeinanderprallen. Das Duell, das sonst unter dem Radar geflogen wäre, steht jetzt unter besonderer Beobachtung. Mit Omielanczuk steht eine Hälfte der Begegnung unter Doping-Verdacht.

Wie die USADA am Freitag bekannt gab, wurden die UFC und das Team um Daniel Omielanczuk über einen potenziellen Doping-Verstoß informiert. Dabei soll es sich um das Mittel Meldonium handeln, welches seit Beginn des Jahres auf der schwarzen Liste steht. Wie die USADA weiter angab, verzichtet man jedoch auf eine Sperre des polnischen Schwergewichts. Eine ungewöhnliche Entscheidung. Somit kann Omielanczuk auf die Jagd nach seinem dritten UFC-Sieg in Folge gehen. Zuletzt hatte er sich in London durch technischen Punktentscheid gegen Jarjis Danho durchgesetzt, nachdem Danho nach mehreren Tiefschlägen nicht weiterkämpfen konnte.

Die Vorgehensweise dürfte ein Schlag ins Gesicht für das dagestanische UFC-Leichtgewicht Islam Makhachev sein. Der 24-Jährige hätte im April bei UFC on Fox 19 auf Drew Dober treffen sollen, wurde jedoch aufgrund eines Meldonium-Fundes im Vorfeld aus dem Kampf genommen und provisorisch gesperrt. Diese Sperre wurde erst gestern aufgehoben, nachdem Makhachev nachweisen konnte, dass ihm das Medikament im Nachgang einer Herzoperation seit 2014 verschrieben wurde.

Seit Beginn des Jahres steht der Arzneistoff Meldonium auf der WADA-Liste der verbotenen Stoffe. Das in Osteuropa zugelassene Medikament wird bei Herz- und Kreislaufproblemen verschrieben und soll laut Anti-Doping-Behörden bei Athleten die Blutversorgung und Ausdauer erhöhen können. Die Wirkung auf Profi-Sportler ist jedoch nicht abschließend geklärt, die Aufnahme auf die WADA-Liste umstritten.

Seitdem das Mittel auf der Doping-Liste steht, wurden zahlreiche Athleten aus dem russischen Raum bereits positiv darauf getestet. Der prominenteste Fall ist dabei die Tennis-Spielerin Maria Sharapova, die daraufhin auf unbestimmte Zeit suspendiert wurde und momentan gerichtlich dagegen vorgeht.