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Daniel Cormier deutet Karriereende nach Miocic-Kampf an

Daniel Cormier (Foto: ZUFFA LLC)

Macht Daniel Cormier weiter oder nicht? So ganz sicher scheint sich der 40-Jährige zwei Monate vor seinem Rückkampf gegen Stipe Miocic nicht so wirklich zu sein. Hatte er in der Vergangenheit noch betont, dass er einen dritten Kampf gegen Jon Jones machen wolle, scheint er nun eher an Abschied zu denken.

„Ich wollte immer kämpfen, bis ich 40 bin, das war am 2. März“, sagte Cormier gegenüber TMZ. „Das hat nicht geklappt, aber, wenn ich mich an meine Worte halten will, wird der nächste Kampf auch mein letzter Kampf. Ich glaube nicht, dass ich danach noch viel kämpfe. Ich will nur rausgehen und mein Ding durchziehen.“

Cormier hatte im vergangenen Jahr angekündigt, sich mit einem Kampf gegen Brock Lesnar um seinen 40. Geburtstag herum von der MMA-Bühne zurückzuziehen. Verletzungen vereitelten diese Pläne, zudem blieb Lesnar stattdessen der WWE erhalten. Statt den großen Fight gegen Lesnar zu machen, muss sich Cormier nun erneut Stipe Miocic stellen, den er im vergangenen Jahr K.o. schlug. Der Champion deutete nun erneut an, dass er dann in die Rente gehen könnte.

„Ich weiß jetzt, was im Ringen meine Probleme waren“, so Cormier weiter. „Dort habe ich gedacht, es ist das letzte Mal, dass ich mich einwiegen, das letzte Mal, dass ich das machen muss. Jetzt ist es anders. Ich denke nicht darüber nach, dass eine Last von meinen Schultern fällt. Es ist eher so, dass ich mich noch einmal vorbereiten kann, dass ich noch einmal die Chance bekomme, einen Gürtel zu gewinnen, einen neuen Gürtel. Ich lebe in diesem Moment und muss das einfach genießen.“

Diesen Genuss will Miocic natürlich vereiteln. Der Ex-Champion denkt seit seiner Niederlage gegen Cormier an nichts anderes, als den Rückkampf und musste sich seine erneute Titelchance nicht einmal im Käfig verdienen. Stattdessen lieferten sich Cormier und Miocic vor allem in den sozialen Netzwerken wiederholt kleinere Scharmützel. Trotz aller Aussagen im Vorfeld weiß Cormier jedoch, dass er nicht noch einmal von einem frühen Knockout ausgehen kann.

„Er wird verärgert sein“, so Cormier weiter. „Vielleicht ist er sogar ein wenig emotional, aber er wird auf jeden Fall eine bessere Version sein, als beim ersten Kampf, glaube ich. Ich glaube keine Sekunde, dass er noch einmal die gleichen Fehler wie vor einem Jahr machen wird. Es wird ein viel schwierigerer Kampf. Es gibt Situationen, in denen er besser hätte kämpfen können und er hat einen tollen Coach, der genau diese Probleme angehen wird. Es wird viel schwieriger für mich werden.“

Zumal der Titelverteidiger gerade erst mit der Vorbereitung begonnen hat, nachdem er schon seit Monaten Verletzungen mit sich herumschleppt und sich mit den Nebentätigkeiten scheinbar schon auf die Zeit nach der aktiven Karriere vorbereitet.

„Ich werde mich für den 17. August bereit machen“, sagte Cormier. „Wenn man mich heute fragt, würde ich Stipe wohl nicht schlagen können. Ich bin nicht in Form, ich habe gerade erst begonnen. Ich arbeite gerade daran, die überflüssigen Pfunde loszuwerden. Seit November habe ich sehr entspannt gelebt. Ich habe TV-Sachen gemacht, Zeit mit der Familie genossen, es genossen, Ringer-Training zu geben. Von daher habe ich noch einiges zu tun, um wieder dorthin zu kommen, wo ich war.“

UFC 241 findet am 17. August in Anaheim statt.