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Dana White will Punktabzug für Augenstechen einführen

Dana White (Foto: Dorian Szücs)

Die offenen MMA-Handschuhe bringen vor allem für Grappler viele Vorteile mit sich, aber auch einen großen Nachteil: Immer wieder stechen Kämpfer ihren Gegnern versehentlich einen Finger ins Auge. UFC-Präsident Dana White hat nun eine Lösung für das Problem.

Es passiert immer wieder: Kämpfer bewegen ihre offenen Hände vor dem Gesicht des Gegners, sei es zur Ablenkung oder zur Verteidigung, und stechen ihm dabei versehentlich einen Finger ins Auge. Nicht selten beeinflussen diese ungewollten Aktionen den Kampfverlauf und können schlimmstenfalls über Sieg und Niederlage entscheiden.

Seit Jahren wird daher darüber diskutiert, wie man diesem Problem Herr werden kann, eine sinnvolle Lösung gab es bislang nicht. UFC-Kommentator Joe Rogan erklärte nun in seinem Podcast, dass UFC-Präsident Dana White eine solche Lösung gefunden hat - wenn auch eine recht drastische:

“Ich hatte kürzlich eine Unterhaltung mit Dana White und Lorenzo Fertitta und sie sind der Meinung, dass man die Kämpfer für solche Aktionen härter bestrafen sollte, denn die offenen Handschuhe gibt es schon lange. Früher ist es jedoch weit weniger häufig passiert, dass ein Kämpfer seinem Gegner einen Finger ins Auge gestochen hat.”

Damals gab es jedoch auch deutlich weniger Kämpfe als heute. Und: Der Stil der Kämpfer hat sich weiterentwickelt. Waren die Stand-Duelle in den Anfangszeiten der UFC häufig noch ungestüme Prügeleien mit offenem Visier, bewegen sich die Kämpfer heute deutlich flüssiger und arbeiten mit Finten und komplexen Kombinationen. Dass da mal ein Finger ausrutscht, kann passieren. Der Meinung ist auch Rogan, findet jedoch, dass Punktabzüge eine adäquate Lösung darstellen könnten.

„Dass Kämpfer einen Finger ins Auge bekommen, passiert. Das wird man vermutlich nicht verhindern können. Dana ist trotzdem der Meinung, dass man das bestrafen sollte indem man jedes mal einen Punkt abzieht wenn es passiert – so würden Kämpfer es sicher auch weniger tun.“

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