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Dana White: Vermutlich wird Nurmagomedov der UFC-Titel aberkannt!

Stinksauer: UFC-Präsident Dana White. (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Wie bereits an dieser Stelle berichtet, wurden bei UFC 229 drei Teamkollegen von Khabib Nurmagomedov nach Angriffen auf Conor McGregor festgenommen. Diese sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, da der irische UFC-Star die Anzeige fallen ließ. Damit ist die Sache aber noch lange nicht vom Tisch, denn weitere Konsequenzen drohen den Beteiligten des Tumults am 6. Oktober in der T-Mobile Arena von Las Vegas.

Nurmagomedov spurtete nach seinem Submission-Erfolg gegen McGregor aus dem Käfig und griff Mitglieder des irischen SBG-Teams außerhalb des Octagons an. McGregor selbst versuchte Nurmagomedov aus dem Käfig zu folgen und diesen offenbar aufzuhalten, wurde jedoch von Sicherheitskräften gestoppt. Dabei schlug der frühere UFC-Champion allerdings auf einen Teamkameraden von Nurmagomedov ein. Kurz darauf wurde er selbst von mehreren Mitgliedern von „Team Khabib“ im Käfig angegangen. Unschöne Szenen folgten, die einen nahezu perfekten MMA-Abend zunichte machten und einen faden Beigeschmack hinterließen.

Allen voran ist davon auszugehen, dass die drei Angreifer aus Nurmagomedovs Team das Visum entzogen wird, erklärte UFC-Präsident Dana White. Zwei der Angreifer wurden als MMA-Fighter identifiziert. Es handelte sich um UFC-Kämpfer Islam Makhachev und Zubaira Tukhugov. Diese sprangen bei UFC 229 ins Octagon und ließen die Fäuste gegen McGregor fliegen.

Dana White erklärte, dass die UFC-Verträge von Islam Makhachev und Zubaira Tukhugov mit sofortiger Wirkung aufgelöst werden. „Diese Männer, werden nie wieder einen Fuß in die UFC setzen“, so White. Zudem ging er auf das sehr aggressive Vorgehen von Nurmagomedov nach dessen Erfolg ein.

„Was Khabib gemacht hat war geradezu lächerlich. Er hat einen tollen Fight abgeliefert und überzeugend gewonnen. Wir waren kurz davor die Entscheidung offiziell zu machen und ihm den Gürtel umzuschnallen. Er hätte für diese Leistung einfach nur Respekt bekommen. Stattdessen springt er über den Käfig und startet eine Schlägerei außerhalb des Octagons. Das war einfach ekelhaft!“

Nach dieser chaotischen Aktion sprachen MMA-Fans und Medien kaum noch über die dominante Leistung Nurmagomedovs, sondern nur noch von der Massenschlägerei, die sein Verlassen des Octagons mit sich zog. Ein erstes schwarzes Kapitel für den bislang ungeschlagenen und sich im Vorfeld stets respektvoll gebenden Dagestaner.

„Gott weiß, was für Entscheidungen die staatliche Sportkommission von Nevada (NSAC) aufgrund der Vorfälle fällen wird“, so White weiter. „Die Gagen beider Athleten wurden vorerst eingefroren. Das ist schon eine echt große Sache und es wird noch härtere Konsequenzen geben. Die NSAC entscheidet und ich bin mir sicher, dass sie sehr hart vorgehen werden. Khabib wird wahrscheinlich eine Suspendierung befürchten müssen und wenn das passiert, wird ihm vermutlich der Titel aberkannt, wenn die Sperre lang ist. Seine Visum ist auch in Gefahr, um nach Amerika einreisen zu können.

Mit dieser Aktion hat er womöglich seine Karriere aufs Spiel gesetzt. Ich glaube nicht, dass Khabib realisiert hat, was er da angerichtet hat. Ich meine, der Gouverneur (Brian Sandoval) ist aus dem Gebäude gerannt. Das ist verdammt nochmal nicht gut. Khabib wird derbe Probleme bekommen. Mal sehen welche Geldstafen anfallen. […] In der UFC ist so etwas noch nicht passiert, wir haben all die Jahre dafür gesorgt, dass alles vernünftig abläuft und jetzt sowas. Es war schlimm.“