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Dana White über Mehrkosten für Kämpfer von UFC 232: „Es geht nicht anders.“

Dana White (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Die Verlegung von UFC 232 von Nevada nach Kalifornien hat nicht nur für Jon Jones und Alexander Gustafsson Konsequenzen, sondern für alle Kämpfer des Events. Auf Nachfrage auf der Pressekonferenz gab White wenig empathische Antworten.

„Wer bezahlt mir meine Einkommenssteuer in Kalifornien? Hier verliert jeder Geld“, sagte White auf der Pressekonferenz unter lauten Buh-Rufen der anwesenden Zuschauer. „Es geht nicht anders. Entweder so oder keiner kämpft und keiner wird bezahlt. Wir mussten es verlegen, es kostet hier jeden Geld. Es war keine leichte Entscheidung. Man muss den Abzug drücken und Entscheidungen treffen.“

Für die Kämpfer von UFC 232 dürften die letzten Tage vor dem Kampf eine einzige Katastrophe sein. Um in Kalifornien kämpfen zu können, müssen die Athleten eine weitere Lizenz beantragen, weitere medizinische Angaben machen und alles scheinbar aus eigener Tasche bezahlen. Zudem schlägt der Staat seine Einkommenssteuer auf die Gagen und Boni, wodurch den Kämpfern mit mehr als 50.000 Dollar an Einnahmen immerhin neun Prozent abgezogen werden. Nevada erhebt hingegen keine Einkommenssteuer. Die UFC denkt laut Dana White wohl nicht daran, den Kämpfern die Ausfälle zu erstatten. Immerhin habe man selbst Verluste von ca. 6 Millionen Dollar zu ertragen, die durch die Verlegung entstanden.

„Die Verlegung wird uns sechs Millionen Dollar treffen“, so White weiter. „Wir haben keine Ahnung, ob die Pay-Per-View-Einnahmen das auffangen, es ist immer ein Glücksspiel. Aber es war die richtige Entscheidung. Die USADA wird ihre Reputation nicht für einen einzigen Kämpfer oder Kampf riskieren, wir würden auch nicht alles für einen Kampf oder Kämpfer opfern. Wir hätten ihn im März in Las Vegas nachholen können, nachdem Jon den NSAC-Prozess durchlaufen hat. Aber Kalifornien war von Anfang an sehr drin im Thema, kannte alle Details und die Halle war verfügbar. Daher haben wir kurzfristig verlegt.“

Nicht nur für die Kämpfer und ihre Freunde und Familien eine unbefriedigende Erklärung. Ebenfalls dürfte es die Fans treffen, die sich bereits seit Monaten auf eine Reise nach Las Vegas vorbereitet haben und nun kurzfristig umdisponieren müssen. In den sozialen Netzwerken mehren sich Berichte von Fans, die ihr Leid klagen.

„Man kann nicht jeden glücklich machen“, so White weiter. „Nicht jeden Fan und nicht jeden Kämpfer. Wir haben den Fan aus Las Vegas die Möglichkeit gegeben, sich als erstes Tickets für Los Angeles zu sichern und die sind sogar billiger als in Las Vegas. Mehr als 3000 Fans haben ihre Tickets in LA-Tickets umgewandelt. Wir haben getan, was wir konnten, um es besser zu machen. Wir haben alles in unserer Macht Stehende getan.“