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Dana White über McGregor, Belfort und das Fliegengewicht

Dana White (Foto: Elias Stefanescu/Groundandpound.de)

Einmal pro Woche erzählt Dana White im Interview mit UFC.com seine Sicht zu aktuellen Geschehnissen innerhalb der UFC. Wir fassen für euch die wichtigsten Punkte zusammen. Diese Woche sprach er unter anderem über Conor McGregor, Vitor Belfort und den nächsten Titelkampf im Fliegengewicht.

Nach fünf Jahren Abstinenz kehrte die UFC am 19. Juli mit einer „UFC Fight Night“ nach Irland zurück. Über 9.000 irische Fans verwandelten die O2 in Dublin in einen Hexenkessel. Vom ersten bis zum letzten Kampf herrschte eine sensationelle Stimmung, die ganz zum Schluss überkochte, als der irische Volksheld Conor McGregor bereits in der ersten Runde gegen Diego Brandao gewann.

„Das ist die beste Sportveranstaltung, die ich in meinem Leben besucht habe“, sagte White. „Es war der reine Wahnsinn.“

Um keinen UFC-Kämpfer existiert derzeit ein so großer Hype wie um Conor McGregor. Das irische Federgewicht baute seine Kampfbilanz in der UFC auf 3-0 auf und befindet sich nun auf Platz zehn der offiziellen Rangliste. Sein nächster Kampf steht bereits fest: Am 27. September 2014 trifft er auf Dustin Poirier, welcher in den vergangenen Wochen mehrfach den Hype um McGregor kritisierte. White hingegen meint, der Hype wäre gerechtfertigt.

„Manche reden immer nur über den Hype, aber die Menschen lieben diesen Jungen“, sagte White. „Es ist aufregend, ihm zuzusehen, es ist aufregend, ihm zuzuhören und die Menschen lieben das. Er ist jetzt unter den besten Zehn und nun sehen wir weiter. Wenn er gegen Poirier eine tolle Leistung zeigt, steigt er weiter nach oben. Es wird ein harter Kampf. Ich respektiere Dustin Poirier sehr, er ist ein zäher Bursche.“

Über die Kämpferlizenz für Vitor Belfort

Seit die staatlichen Sportkommission von Nevada den Einsatz von Testosteronersatztherapien (TRT) verboten hat, stand der Brasilianer Vitor Belfort nicht mehr im Octagon der UFC. Er durfte sich aufgrund einer therapeutischen Ausnahmeregelung jahrelang einer solchen Therapie unterziehen und stand deswegen häufig in der Kritik.

Heute Abend findet in Las Vegas eine Sitzung der staatlichen Sportkommission von Nevada statt, bei der sich Belfort um eine neue Kämpferlizenz bewirbt, die es ihm erlaubt, in Nevada zu kämpfen. Dies ist die letzte Hürde vor einem Mittelgewichtstitelkampf gegen den Champion Chris Weidman.

„Wenn Vitor eine Lizenz erhält, wird er vom jetzigen Zeitpunkt bis zum Kampf gegen Weidman so ausgiebig getestet, als würde er an den Olympischen Spielen teilnehmen“, sagte White. „Wenn er irgendetwas einnimmt, was auch immer, wird er erwischt. Wenn er gegen Chris Weidman kämpft, wird er zu 100 Prozent sauber sein.“

Über den Fliegengewichtstitelkampf bei UFC 177

Fans und Medien wunderten sich gleichermaßen, als die UFC ankündigte, dass Demetrious Johnson seinen Fliegengewichtstitel am 30. August bei UFC 177 gegen Chris Cariaso verteidigen wird, welcher in der Rangliste der UFC lediglich Platz acht belegt. White erklärte diese Ansetzung damit, dass ursprünglich ein Rückkampf zwischen Johnson und John Dodson geplant war. Dieser Plan musste jedoch aufgeschoben werden, da sich Dodson eine Knieverletzung zuzog.

„Das Problem ist, dass der Kampf gegen John Dodson das war, was zweifelsohne alle Menschen sehen wollten, aber Dodson hat sich verletzt“, sagte White. „Ian McCall hat gerade erst gekämpft, Johnson hat Joseph Benavidez bereits K.o. geschlagen und er hat John Moraga schon besiegt. Egal, gegen wen er kämpft, die Menschen werden sich ohnehin über Demetrious Johnson beschweren. Letzten Endes muss er einfach weiter seine Gegner K.o, schlagen, um sich seinen Respekt zu verdienen.“