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Dana White: Renan Barao bekommt keinen Cent bezahlt

Dana White wird Renan Barao keinen Gehaltsscheck ausstellen. (Foto: Dorian Szücs/Groundandpound.de)

Der frühere UFC-Bantamgewichtschampion Renan Barao hat nach der kurzfristigen - gesundheitlich begründeten - Absage seiner Teilnahme an UFC 177 nicht nur einen Imageschaden davon getragen. Auch finanziell hat ihn die Absage schwer getroffen. Wie UFC-Präsident Dana White auf der Pressekonferenz nach UFC 177 erklärte, wird Renan Barao ohne Gehaltsscheck zurück nach Brasilien reisen.

„Es gibt keine Entschuldigung für das, was er getan hat“, sagte White. „Es gibt keine Entschuldigung dafür, das Gewicht nicht zu bringen. Aber er hat dafür bezahlt. Er hat uns geschadet, er hat den Event durcheinander gebracht. Er bekommt keinen Gehaltsscheck. Er fährt ohne Geld nach Hause. Keinen Cent bekommt er. Er hat gerade für ein Trainingslager bezahlt und wer weiß, wann er wieder kämpfen wird.“

Renan Barao wurde am Freitag beim Dehydrieren seines Körpers vor dem offiziellen Wiegen schwindelig. Er fiel zu Boden und stieß sich den Kopf, woraufhin er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Einen Tag später hätte er im Hauptkampf von UFC 177 eigentlich gegen TJ Dillashaw um den UFC-Bantamgewichtstitel kämpfen sollen. Für Barao sprang kurzfristig der UFC-Debütant Joe Soto ein, den TJ Dillashaw in der fünften Runde durch Knock-out besiegen konnte (GnP berichtete).

Im Mai stand Renan Barao das letzte Mal im Octagon, als er seinen UFC-Titel an TJ Dillashaw verlor. Unabhängig von jeglichen Bonuszahlungen verdiente er bei dem Kampf 74.000 US-Dollar (ca. 56.317 Euro). Es ist davon auszugehen, dass er auch diesmal eine ähnliche Summe bekommen hätte, wäre er zum Kampf erschienen.

Kurzfristige Ausfälle gibt es im MMA-Sport immer wieder. In vielen Fällen bekamen die Kämpfer in der UFC jedoch trotzdem ihr volles Gehalt ausgezahlt, wie zum Beispiel Stefan Struve, der im Juli am Tag von UFC 175 bei der Erwärmung für seinen Kampf gegen Matt Mitrione Probleme mit dem Kreislauf bekam. Auch Alessio Sakara bekam damals bei UFC 122 in Deutschland seine Antrittsgage, obwohl er seinen Kampf gegen Jorge Rivera am Tag der Veranstaltung absagen musste.

Renan Baraos Ausfall traf die UFC jedoch weitaus härter als besagte Kämpfe, da die durch Verletzungen ohnehin schon stark geschwächte Fight Card nur einen Tag vorher einen Teil des Hauptkampfes verlor.