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Dana White hetzt gegen rausgeworfenen Reporter

Dana White (Foto: Dorian Szücs)

In seinem ersten öffentlichen Statement zur Affäre um MMA-Reporter Ariel Helwani, fand UFC-Präsident Dana White wenig versöhnliche Worte für den beliebten Podcast-Host und Interviewer.

Der Rauswurf von MMA-Reporter Ariel Helwani überschattete die Ereignisse bei UFC 199 im Juni. Der populäre Journalist der Kollegen von MMAFighting.com wurde zur Strafe lebenslang für UFC-Live-Events gesperrt, weil er das Comeback von Brock Lesnar, bei UFC 200, schon vor der offiziellen Ankündigung bekanntgemacht hatte. Die Sperre wurde nach breiter Kritik aus Medien und Fanlagern wenig später wieder aufgehoben, vom Tisch ist das Thema aber offenbar noch lange nicht.

Im Podcast UFC Unfiltered übte UFC-Präsident Dana White zumindest scharfe Kritik am bekannten Host der Online-Show "The MMA Hour":

"Auch wenn Ariel nun wieder Pressekarten bekommt, ist er hier noch immer nicht besonders beliebt. Wir haben das Ankündigungsvideo zu Brocks Comeback für die Fans geheimgehalten, damit sie während des Events diesen Wow-Effekt haben. Als er das vorher einfach so herausposaunt hat, waren einige Leute sauer", so der UFC-Präsident, der die Ankündigung von Helwani als "Wiesel-Aktion" bezeichnet. "Ihr könnt das gern Journalismus nennen, aber ich habe da eine andere Meinung. Er weiß genau was er getan hat und das war Absicht. Und dann stellt er sich hin und fängt an zu heulen? Mein Gott, deine Kinder werden das eines Tages sehen, ist dir das eigentlich klar? Alter Schwede..."

"Am Ende ging es doch sowieso bloß um Ariel", so White weiter. "Als Journalist sollte es dir aber einzig um den Sport gehen, über den du berichtest. Wir haben diesen Spot für die Fans gedreht und eine Menge Leute haben hart daran gearbeitet, all das möglich zu machen und so lange geheim zu halten - inklusive der WWE. Die waren so großzügig, uns Brock auszuleihen, wofür wir eine ganze Menge Auflagen erfüllen mussten. Als das Comeback plötzlich frühzeitig herauskam, hätte das unsere Beziehung zur WWE fast zerstört. Hinter den Kulissen zeigen nun viele Leute mit den Fingern aufeinander, es gibt da jede Menge Streit. Ihm war das egal, denn es geht ihm nur um sich selbst. Selbst als alles vorbei war, ging es nur noch um ihn und seine große Mitleidstour."

"Ein richtiger Journalist hätte uns kontaktiert und darüber informiert, dass er ein Gerücht zu diesem oder jedem Thema gehört hat. So machen Journalisten das. Er ist aber nur ein Internet-Typ, das ist eine ganz andere Welt," regt White sich auf. "Ein paar echte Journalisten gibt es noch da draußen, die mich kontaktieren, bevor sie etwas schreiben. Die haben meinen Respekt, Ariel allerdings nicht. Er bekommt eine Menge Unterstützung da draußen, gut für ihn. Es gibt auch eine Menge Leute, die ihn jetzt nicht mehr leiden können."

"Was er getan hat war schmutzig, und er weiß das auch. Trotzdem fährt er die große Mitleidstour (macht Geräusche, als würde er weinen) und heult vor der Kamera, das ist doch lächerlich. Ich habe in der Vergangenheit viel für Ariel Helwani getan, sehr viel... Naja, was soll man machen? So ist es nun eben."

Brock Lesnar wird bei UFC 200 im Co-Hauptkampf nach über vier Jahren ins Octagon zurückkehren und auf Striking-Spezialist Mark Hunt treffen.