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Dana White: GSP hat sein Versprechen gebrochen!

Dana White (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Im Februar erklärte Georges St. Pierre auf einer Pressekonferenz seinen zweiten Rücktritt vom MMA-Sport. Der Kanadier hatte zuvor auf einen Kampf gegen Khabib Nurmagomedov gehofft, der nicht zustande kam. Nun hat UFC-Präsident Dana White auch Spekulationen um ein erneutes Comeback von GSP für einen Kampf gegen den Leichtgewichts-Champion eine Absage erteilt.

„Um das zuerst klar zu stellen, Georges St. Pierre ist toll. Ich liebe den Kerl. Einer der besten Menschen überhaupt, toller Kerl“, sagte White dem kanadischen Portal TSN. „Aber wir hatten einen Deal. Er sollte gegen Michael Bisping um den Mittelgewichtstitel kämpfen und den Titel aber auch verteidigen, wenn er gewinnt. Er hat einen Rückzieher gemacht, er hat es nicht getan. Es geht einfach nicht, dass er immer nur dann zurückkommt, um handverlesene Titelkämpfe zu machen, wenn er will.“

St. Pieerre hatte 2017 seinen Ruhestand beendet, um Michael Bisping den UFC-Titel im Mittelgewicht abzunehmen. Zu einer Titelverteidigung kam es danach nicht mehr, da St. Pierre eine Darmerkrankung als Folge des Wechsels nach oben ins Mittelgewicht erlitt. St. Pierre erklärte den Titel einen Monat nach dem Sieg über Bisping wieder für vakant. Interims-Champion Robert Whittaker wurde zum regulären Champion hochgestuft. St. Pierre richtete seinen Blick stattdessen auf andere Gewichtsklassen.

„Er kam zurück, weil er Bisping als einen leichten Kampf angesehen hat. Er hat Bisping geschlagen, aber die Schlange dahinter waren alles Killer, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann kam er an und wollte um den Titel im Leichtgewicht kämpfen. Wir werden auch keine komische 165-Pfund-Klasse einführen, das wird nicht passieren.“

Eine Hintertür lässt sich White allerdings offen, sollte Khabib Nurmagomedov als Leichtgewichts-Champion auf St. Pierre als Gegner bestehen. Der Dagestaner hatte in der Vergangenheit wiederholt einen Kampf gegen St. Pierre gefordert, um mit einem Sieg endgültig in den MMA-Olymp einzuziehen. Doch auch von dieser Idee ist White wenig begeistert.

„Ich denke, wenn Khabib als Champion sehr darauf besteht, müssen wir darüber reden, aber schlussendlich ergibt es für mich keinen Sinn. Es gibt genügend andere Kämpfer, die schon Schlange stehen. Soll Tony Ferguson weiter auf seine Chance warten, weil sich George St. Pierre vordrängelt? Dann gibt es auch noch Conor, der einen Rückkampf haben will. Es gibt so viele Leichtgewichte, die kämpfen wollen. Du kannst nicht einfach aus dem Ruhestand zurückkommen und dir deine Kämpfe aussuchen, wenn du dein Versprechen gebrochen hast, den Titel im Mittelgewicht zu verteidigen. Ist das klar?“

Bis dahin muss Khabib Nurmagomedov jedoch erst einmal an Dustin Poirier vorbei. Das Duell findet am 7. September in Abu Dhabi statt, der frühere Interims-Titelträger Tony Ferguson steht ebenfalls schon in den Startlöchern.