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Dana White gibt Details zur Situation um Conor McGregor preis

Dana White und Conor McGregor (Foto: Florian Sädler)

Karriereende? Bruch mit der UFC? Conor McGregor ließ die Gerüchteküche am Dienstagabend brodeln, als er mit einer kurzen Nachricht völlig überraschend sein bevorstehendes oder vielleicht sogar sofortiges Karriereende verkündete. Wenige Stunden später wurde der UFC-Champion im Federgewicht von Dana White aus dem großen Rückkampf gegen Nate Diaz bei UFC 200 gestrichen. Der UFC-Präsident gab nun weitere Details zum der ganzen Situation preis.

„Also Conor hat gesagt, dass er nicht nach Las Vegas kommen will“, erklärte White am Mittwoch in der TV-Show The Herd auf FOX Sports 1. „Wir hatten eine Promo-Tour geplant. Wir wollten in Vegas starten, dann nach Stockton gehen und dann nach New York. Danach hätte er zurück nach Island gehen können, wo er jetzt gerade ist. Aber er sagte: 'Ich will das nicht machen, ich werde nicht kommen.' Da habe ich dann gesagt:'Du musst aber.' Seit wir die UFC besitzen, ist nur ein einziges Mal ein Kämpfer nicht bei seiner Pressekonferenz erschienen und das war Nick Diaz für seinen Kampf gegen Georges St. Pierre. Wir haben Diaz daraufhin aus dem Kampf gestrichen. Du kannst nicht einfach nicht zur Bewerbung deiner Kämpfe erscheinen.“

Ist das Verhältnis zwischen Conor McGregor und der UFC nun endgültig zerrüttet? Gerüchte über Streitigkeiten gibt es immerhin bereits seit Monaten. White gibt jedoch Entwarnung.

„Wir haben uns nicht gestritten oder so, ich habe mit seinem Manager gesprochen“, sagte White. „Sie wollten die Werbetour auf Mai verschieben, aber das ging nicht. Die ganze Sache ist längst in Arbeit. […] Unser Verhältnis ist nicht beschädigt. Ich bin kein bisschen sauer auf ihn oder so. Ich hatte einen tollen Tag. Als Conor aus dem Kampf genommen wurde, haben direkt zehn Leute angerufen, die ihn ersetzen wollen. UFC 200 wird trotzdem ein toller Event.“

„Es wird immer wieder gerne gesagt, dass ich Conor verhätschle, dass ich Conor beschütze und dass Conor tun kann, was immer er will und so weiter“, erklärte der UFC-Präsident. „Nein, kann er nicht. Klar geben wir Conor eine Menge Spielraum, weil er auch abliefert. Er wollte aber dieses Wochenende nicht abliefern und deshalb musste ich ihn aus dem Kampf nehmen. Das musste getan werden.“

Nach McGregors Twitter-Nachricht machten schnell zahlreiche Gerüchte die Runde. So hieß es, McGregor habe für den Kampf gegen Diaz zehn Millionen Dollar verlangt und als die UFC der Forderung nicht nachging, habe McGregor kurzerhand seinen Rücktritt verkündet. Das Gerücht schaffte es in Irland sogar auf die Titelseiten großer Tageszeitungen. Dabei sei es kompletter Schwachsinn, so White.

„Es ging nicht um Geld, das ist eine Falschinformation“, machte White klar. „Das ist das Problem mit dem Internet. Es gibt Leute, die diese Sachen für Klicks aufbauschen. Es ging nie um Geld. Conor verdient eine ganze Menge Geld und Conor ist sehr glücklich mit dem Geld, das er macht. Conor ist im Grunde ein loyaler Typ. Wenn er einem Deal zustimmt und ein Kampf verkündet wird, dann kommt er nicht und fragt nachträglich nach mehr Geld. So eine Person ist er nicht.“

Doch wie geht es mit McGregor nun weiter? White ist sich sicher, dass der irische Superstar wieder kämpfen wird. Sogar ein Kampf bei UFC 200 sei noch nicht hundertprozentig vom Tisch. Dafür sollte der Ire nur zügig zum Telefon greifen.

„Wenn mich Conor jetzt anrufen würde, dann könnten wir immer noch einen Kampf bei UFC 200 machen“, sagte White. „Das Problem ist einfach nur, dass du hier sein musst, um den Kampf zu bewerben und um Werbevideos zu drehen. Wir werden etwa zehn Millionen Dollar für die Bewerbung von UFC 200 ausgeben und dieses ganze Geld ist bereits in Bewegung. Da kann man nicht einfach fernbleiben. Das geht nicht. Da ist es mir egal, wer du bist und wie groß du bist. Das geht einfach nicht.“

McGregor selbst hat sich zu der ganzen Situation noch gar nicht geäußert. Am Mittwochabend meldete er auf Twitter: „Ich werde eine Ankündigung machen“. Doch wenige Sekunden später löschte er die Nachricht wieder. Wurde vielleicht schon eine Lösung gefunden? Wir werden es hoffentlich bald erfahren.