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Dana White: Egal was passiert, die UFC steht hinter Anderson Silva

Anderson Silva (r.) und UFC-Präsident Dana White (Foto: Tobias Bunnenberg)

Fast neun Jahre ist Anderson Silva nun Teil der UFC, wurde zu einem der größten Stars der Liga. Doch nachdem er Anfang des Jahres des Dopings überführt wurde, steht nun sein Ansehen und seine Zukunft im MMA-Sport auf dem Spiel. UFC-Präsident Dana White gibt ihm nun Rückendeckung und verspricht: "Wir werden Anderson unterstützen!"

Einst war Anderson Silva die Galionsfigur der UFC, heute ist er das öffentliche Gesicht des Dopingproblems im MMA-Sport. Jahrelang galt der Brasilianer als Saubermann, als bester Kämpfer aller Zeiten. Seit er vor und nach seinem Kampf gegen Nick Diaz, bei UFC 183 im Januar, positiv auf anabole Steroide und verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel getestet wurde, ist der Ruf jedoch ruiniert. Auf den Rückhalt seines Arbeitgebers wird er aber zumindest weiterhin zählen dürfen.

"Anderson war stets ein sehr wichtiger Teil dieses Unternehmens, und egal wie das Ganze hier ausgeht, wir werden ihn unterstützen", erklärte UFC-Präsident Dana White auf der Abschlusspressekonferenz zu UFC Fight Night 62 in Rio des Janeiro am Sonntagmorgen.

Neben Anderson Silvas Ruf steht aber aktuell vor allem auch seine Karriere auf dem Spiel. Wird ein so prominenter Sportler wie er beim Dopen erwischt, schlägt das hohe Wellen, die Sportbehörde muss handeln. Sein Sieg gegen Diaz wird ihm mit Sicherheit aberkannt und zum No Contest erklärt, hinzu dürfte ein Geldstrafe kommen. Und: eine Sperre. Im Alter von 39 Jahren könnte das die größte Strafe für den einstigen Mittelgewichtschampion sein. Unbestätigte Berichte aus Brasilien haben auf 18 Monate hingedeutet - das wäre lang für einen Doping-Sünder, ein Exempel, das man an Silva statuiert.

Dana White bestätigt die Gerüchte nicht, glaubt aber, dass die Sperre sogar noch länger ausfallen könnte - was im Grunde einem Karriereende für Silva gleichkäme:

"Er wird vor die Kommission treten und ich habe keine Ahnung, wie das ausgehen wird", so White. "Ich weiß, es gab Gerüchte, dass er nur 18 Monate bekommen würde. Das kann ich mir aber nicht vorstellen und wüsste auch nicht, wie irgendjemand so etwas wissen sollte. Das ist nur ein Gerücht. Wir werden sehen was passiert, wenn er vor die Kommission tritt."

Silva beteuerte mehrfach, keine leistungssteigernden Substanzen zu sich genommen zu haben.