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Dana White: „Conor kämpft vielleicht nie wieder“

Dana White und Conor McGregor (Fotos: Dorian Szücs & Mark Bergmann)

Kehrt Conor McGregor in die UFC zurück oder nicht? Auf die Antwort dieser Frage warten Fans und UFC-Verantwortliche gleichermaßen seit dem Boxkampf gegen Floyd Mayweather im August. Nun wurde UFC-Präsident Dana White erneut mit dem Thema konfrontiert und äußerte Zweifel, ob der Ire noch einmal ins Octagon zurückkehren wird.

„Conor kämpft vielleicht nie wieder“, sagte der UFC-Präsident den Journalisten am Dienstag. „Der Typ hat gottverdammte 100 Millionen Dollar gemacht. Ich kenne Anwälte, die ihr ganzes Leben studiert haben und ihren Job mit weniger Geld auf der hohen Kante aufgegeben haben. Und Kämpfen ist das Schlimmste. Versuch mal, dich täglich dafür zu motivieren, ins Gesicht geschlagen zu werden, wenn du 100 Millionen auf dem Bankkonto liegen hast. Geld ändert alles für die meisten Leute.“

McGregor hatte durch seinen Boxkampf gegen Floyd Mayweather am 27. August eine dreistellige Millionensumme eingestrichen, weitaus mehr, als er in der UFC verdiente. Die UFC hatte beim Boxkampf als Mitausrichter auch profitiert, steht nun jedoch vor einer Zwickmühle. McGregor ist immer noch der Leichtgewichtschampion der UFC und ein Garant für eine hohe PPV-Verkaufszahl.

Auf der anderen Seite verlangt der Ire bereits seit vergangenem Jahr einen Anteil an der UFC als Entgegenkommen für weitere Kämpfe. Dem erteilte White eine Absage. „Hat Michael Jordan Anteile erhalten?“ fragte White die Journalisten. „Conor ist ein einzigartiges Individuum. Ich liebe den Typen, es macht immer Spaß mit ihm. Aber er lässt einen nach jedem Gespräch unwissend zurück, daher weiß ich gerade nicht, wann er zurückkommt.“

Eine frustrierende Situation, nicht nur für die UFC, sondern auch für die anderen Kämpfer der Gewichtsklasse, insbesondere Interims-Champion Tony Ferguson. McGregor hält den Titel seit über einem Jahr. Großes Interesse, ihn zu verteidigen, scheint der Ire nicht zu haben, weswegen Ferguson den Champion immer wieder auffordert, den Gürtel abzulegen. Auf die Mithilfe der UFC kann sich Ferguson dabei jedoch nicht verlassen.

„Ferguson hat in dieser Angelegenheit nicht mitzureden“, sagte White weiter. „Wir nehmen keine Befehle von ihm entgegen. Bei Conor geht es nicht um verteidigen oder vakant erklären, wir arbeiten gerade an einem neuen Vertrag für ihn. Das ist das Wichtige, einen neuen Deal abzuschließen.“

Von einem baldigen Comeback des Iren kann also nicht ausgegangen werden. Wie die UFC mit ihren Titelträgern und dem Leichtgewicht allgemein umgeht, wird also erst die Zukunft zeigen.