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Dan Henderson: Zufrieden mit MMA-Karriere, unglücklich über letztes Kampfergebnis

Dan Henderson (Foto: Florian Sädler)

Das war er also. Der letzte Kampf von MMA-Urgestein Dan Henderson. Am Sonntagmorgen kämpfte „Hendo“ im Hauptkampf von UFC 204 im Alter von stolzen 46 Jahren um den UFC-Titel im Mittelgewicht. Titelträger Michael Bisping hatte er dabei schon am Ende der ersten Runde am Rande einer Niederlage, trotzdem zog er nach fünf Runden auf den Zetteln der Punktrichter den Kürzeren. Auf der Pressekonferenz nach der Veranstaltung ließ er den Kampf und seine Karriere noch einmal Revue passieren.

„In der ersten Runde war es fast vorbei – so knapp“, sagte Henderson über seinen Beinahe-Knockout gegen Bisping. „Ich war mir sicher, dass das eine 10:8-Runde war. Aber man weiß ja nie. Ich denke, ich habe die ersten zwei Runden gewonnen. Er hat die dritte und vierte gewonnen. Ich wollte sicher gehen, die fünfte zu gewinnen. Ehrlich gesagt war ich im ganzen Kampf nicht einmal angeschlagen, nur ein Tritt gegen den Oberschenkel hat ein bisschen wehgetan. Er (Michael Bisping) hat aber offensichtlich einige Schläge gespürt, wenn man sich ihn anschaut. Ich bin echt frustriert, aber ich werde nach Hause gehen und mir das Ganze nochmal anschauen.“

Schon im Vorfeld hatte der frühere Pride-Champion angekündigt, bei UFC 204 seinen allerletzten MMA-Kampf zu bestreiten – unabhängig vom Ergebnis des Duells gegen Michael Bisping. Und auch wenn er selbst und viele Beobachter mit der Punktrichterentscheidung unzufrieden sind, soll es keinen weiteren Kampf geben.

„Leider war das mein letzter Kampf“, so Henderson. „Es ist leider eine Niederlage in meiner Bilanz. Ich habe alles gegeben und hatte das Gefühl, genug für den Sieg getan zu haben. Leider haben das nicht alle so gesehen.“

Doch auch ohne Titelgewinn im finalen Kampf kann Henderson auf eine unglaublich ereignisreiche Karriere zurückblicken. Siege gegen Kämpfer wie Mauricio „Shogun“ Rua, Vitor Belfort, Wanderlei Silva, Rich Franklin oder Fedor Emelianenko finden sich in seiner Bilanz wieder. Bei Pride FC konnte er sowohl den Weltergewichts- als auch den Mittelgewichtstitel gewinnen. Später sicherte er sich auch noch den Halbschwergewichtstitel von Strikeforce. Auf diese zahlreichen Errungenschaften kann der 46-Jährige mehr als stolz sein.

„Vor dem Kampf hatte ich das Gefühl, genug in diesem Sport erreicht zu haben und war damit zufrieden“, sagte Hendo. „Natürlich war da noch eine weitere Sache, die ich machen wollte. Ich bin etwas frustriert, weil ich dachte, es geschafft zu haben und dann wurde mir der Sieg nicht zugesprochen. Es ist wie es ist und man kann es jetzt nicht mehr ändern. Ich werde damit leben müssen.“

Für die Zukunft könnte sich der MMA-Veteran einen Verbleib in der UFC vorstellen: „Ich habe Dana White schon gesagt, dass ich ihn sehr bald nach einem Job fragen werde. Aber mal schauen, was passiert.“