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Dan Hardy will zurück in USADA-Pool, Comeback geplant

Dan Hardy (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Es gehört mittlerweile fast zu den Traditionen auf UFC Fight Nights in Europa. Dan Hardy, Kommentator und Moderator der Q&As mit den Gast-Kämpfern, wird befragt, ob und wann er wieder kämpfen wird. Nun scheinen die Comeback-Pläne jedoch ernster zu werden, das verriet Hardy bei Joe Rogan.

„Ich werde wieder ins USADA-Testverfahren aufgenommen werden“, erklärte der 37-Jährige. „Ich muss erst vier Monate in diesem Test-Pool sein- Sobald ich da vier Monate lang dabei war, habe ich die Option zu kämpfen, wenn ich das will. Ich muss diese vier Monate hinter mich bringen, weil ich nie offiziell meinen Rücktritt erklärt habe.“

Sollte sich Hardy für eine Rückkehr entscheiden, wäre es sein erster Kampf seit über sieben Jahren. Damals gewann er bei UFC on FUEL TV 5 gegen Amir Sadollah. Im April 2013 sollte er anschließend auf Matt Brown treffen, daraus wurde jedoch nichts. Bei Hardy wurde das Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW-Syndrom) festgestellt, eine Herzrhythmusstörung. Hardy entschied sich gegen eine Operation und ist seitdem nur noch Zuschauer in der UFC.

Da Hardy in der gesamten Zeit weiterhin bei der UFC unter Vertrag steht, muss er sich, wie angekündigt, vor einem Kampf erst vier Monate lang dem USADA-Testverfahren unterziehen. Ausnahmen können dabei von der UFC beantragt werden, etwa bei kurzfristig unter Vertrag genommenen Ersatzkämpfern. Da Hardy in den vergangenen Jahren immer zum UFC-Kader gehörte, hat er auch keine Möglichkeit, um die vier Monate herumzukommen.

Nicht das einzige Problem für den Engländer. Wie Hardy weiterhin angab, ist auch sein Terminkalender ein mögliches Problem für das Testverfahren. Denn UFC-Kämpfer müssen der USADA immer ihren Standort mitteilen, um auch im Training getestet zu werden.

„Ich bin die ganze Zeit auf Achse“, so Hardy weiter. „Ich habe mit Jeff Novitsky darüber gesprochen. Keine Ahnung, wie das genau funktioniert, aber soweit ich weiß muss man der USADA drei Adressen mitteilen, die Orte, an denen man sich wahrscheinlich aufhält. Wenn man nicht dort anzutreffen ist, muss man sie wissen lassen, wo man gerade ist. Ich bin ständig unterwegs.“

Hardy kam 2008 in die UFC und sicherte sich mit vier Siegen in Folge, darunter über Mike Swick, Akihiro Gono und Marcus Davis einen Titelkampf gegen Georges St. Pierre bei UFC 111. Danach ging es für den „Outlaw“ abwärts. Gegen Carlos Condit ging er K.o., Anthony Johnson gewann nach Punkten und gegen Chris Lytle musste er in einem Guillotine Choke aufgeben. Im Anschluss konnte er Duane Ludwig K.o. schlagen, bevor ein Kampf in Nottingham gegen Amir Sadollah das vorläufige Ende seiner MMA-Karriere darstellte.