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Dan Hardy vor Comeback?

Dan Hardy (Foto: Nazariy Kryvosheyev)

Beinahe vier Jahre ist es nun her, dass man Dan Hardy zuletzt im Octagon zu sehen bekam. Nach einem Sieg gegen Amir Sadollah in seinem Heimatland war der Brite gezwungen, die Handschuhe an den Nagel zu hängen und widmete sich fortan dem Kommentieren der UFC-Veranstaltungen. Nun scheint der „Outlaw“ jedoch genug vom Ruhestand zu haben. Für den passenden Kampf will der einstige Titelherausforderer im Weltergewicht erneut ins Geschehen eingreifen.

Nicht viel hat gefehlt, und Dan Hardy hätte das Ende seiner UFC-Karriere nicht selbst bestimmen können. Vier Niederlagen in Folge bedeuten für den Großteil der Athleten die Entlassung aus der weltweit größten MMA-Organisation. Nicht so für den charismatischen Briten. Gegen Duane Ludwig bekam Hardy bei UFC 146 seine letzte Möglichkeit, einen lange benötigten Sieg einzufahren. Eine Chance, die der einstige Herausforderer von Georges St-Pierre mit einem K.o. zu nutzen wusste. Einem weiteren Erfolg folgte dann das plötzliche Karriereende. Herzprobleme machten es Hardy vorerst nicht möglich, Sport auf einem so hohen Niveau zu betreiben. Nun will er es jedoch noch einmal wissen und strebt eine baldige Rückkehr ins Octagon an.

„Es waren interessante drei Jahre“, so Hardy. „Ich habe eine Menge gelernt und bin viel erwachsener geworden. Ich habe jetzt eine andere Perspektive auf den Sport und auf das, was ich erreichen will. Ich habe schon darüber geredet. Ich bin nicht mehr an dem Gürtel oder Ranglisten interessiert.“

Stattdessen möchte sich Hardy in Superfights messen, die außerhalb seiner angestammten Gewichtsklasse, dem Weltergewicht, stattfinden. Inspiriert haben ihn dazu die neuesten Entwicklungen in der UFC, wie die Ansetzung des Kampfes zwischen Conor McGregor und Nate Diaz.

„Ich mag die Richtung, in die sich der Sport entwickelt hat, mit den vielen Superfights, die wir geboten bekommen. Ich mag Superfights. Wenn es zwei Typen gibt, die ich kämpfen sehen will, dann interessiert mich nicht, in welcher Gewichtsklasse sie sind oder wie sie in den Ranglisten dastehen. Wenn ich sie kämpfen sehen will, sollte der Kampf auf die Beine gestellt werden. Wenn es viel Unterstützung für einen Kampf gibt- ich meine, wer wollte McGregor gegen Diaz nicht sehen? Es gab viele Leute, die sich wegen der Gewichtsklasse und diesem und jenem beschwert haben, aber es war ein Kampf, den wir sehen wollten. Zumindest ab und zu möchte ich die Möglichkeit haben, solche Kämpfe zu machen.“

Vor seiner Rückkehr steht für Hardy noch ein medizinischer Test an, der zeigen soll, ob er nach seinen medizinischen Problemen wieder fit genug für den MMA-Sport ist. Besteht er diesen, steht einem erfolgreichen Comeback nichts mehr im Weg.