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Cung Le und weitere Kämpfer verklagen die UFC

Cung Le (Foto: Zuffa LLC)

Wie vor einigen Tagen bekannt wurde, bereitet eine Gruppe prominenter MMA-Kämpfer und Manager gemeinsam mit mehreren Anwaltskanzleien seit einigen Monaten eine riesige Sammelklage gegen die UFC vor. Am Dienstag wurden auf einer Pressekonferenz erste Details zur Klage bekannt.

Bei den Initiatoren der Klage handelt es sich um Cung Le, Jon Fitch und Nate Quarry. Während die letzteren beiden seit einiger Zeit nicht mehr in der UFC kämpfen, steht Le noch immer bei der UFC unter Vertrag, bat aber erst kürzlich um seine Entlassung. Weitere Kämpfer sind aktuell nicht involviert. Dies könnte sich in den kommenden Wochen und Monaten aber ändern, wenn sich der Fall weiter entwickelt.

Der UFC wird vorgeworfen, ein Monopol zu beherrschen und dieses durch systematisches Verdrängen von Konkurrenten aufrechtzuerhalten. Außerdem würde die UFC die Verdienstmöglichkeiten der Kämpfer durch restriktive Verträge deutlich einschränken.

Vertreten werden die Kämpfer durch die berühmten Anwaltskanzleien Joseph Saveri Law Firm, Cohen Milstein Sellers & Toll sowie Berger & Montague. Die Kanzleien haben in jüngster Vergangenheit bereits große Erfolge gegen Unternehmen wie Google, Apple, Dow Chemical und Adobe gefeiert.

„Die UFC wurde auf den zerschlagenen Körpern von MMA-Kämpfern aufgebaut, die ihr Blut und ihr Schweiß im Octagon gelassen haben“, sagte Rechtsanwalt Benjamin Brown auf der Pressekonferenz. „Diese Kämpfer haben Anspruch auf die Vorteile eines wettbewerbsfähigen Marktes.“

In der Anklageschrift heißt es unter anderem, dass die UFC zwei Milliarden US-Dollar wert sei, jährlich eine halbe Milliarde US-Dollar Umsatz mache und Kämpfern nur einen Bruchteil von dem zahle, was sie auf einem wettbewerbsfähigen Markt verdienen könnten. Angeblich sollen knapp 90 Prozent der weltweit durch den MMA-Sport generierten Umsätze aufs Konto der UFC gehen.

Der letzte wahre Konkurrent sei die im Jahr 2011 aufgekaufte Organisation Strikeforce gewesen. Bellator MMA findet in der Anklageschrift zwar Erwähnung, wird aber als unbedeutende Organisation bezeichnet.

Die UFC äußerte sich auf ihrer Website kurz und knapp zu der Anklage: „Die UFC weiß über die heute eingereichte Klage Bescheid, hatte aber noch nicht die Gelegenheit, die Dokumente zu überprüfen. Die UFC wird sich und ihre Geschäftspraktiken energisch verteidigen.“

Die komplette Anklageschrift könnt ihr euch hier durchlesen: