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CSAC führt härtere Regeln für Weight Cutting ein

Darren Till durfte auch schon am Kampftag nachwiegen (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Kalifornien bleibt in den USA weiter der Staat, der sich am ehesten der Bekämpfung ungesunden Weight Cuttings verschrieben hat. Nachdem sich die Kommission des Staates bereits vorbehalten hat, Kämpfern bei zu großem Gewichtmachen die Freigabe für Gewichtsklassen zu verweigern, geht sie nun einen Schritt weiter.

Wie am Dienstag bekannt wurde, hat die Kommission eine neue Regel für das Gewichtmachen verabschiedet. Diese sieht vor, dass ein Kampf abgesagt wird, wenn ein Kämpfer vom Wiegen bis zum Kampftag mehr als 15 Prozent oberhalb des vertraglich vereinbarten Gewichtslimits liegt. Die Regeländerung wurde von der Kommission einstimmig angenommen und soll im kommenden Jahr eingeführt werden.

Kalifornien will damit verhindern, dass Kämpfer viel Gewicht verlieren und dann innerhalb von 24 Stunden wieder aufladen. Bisher gab es eine Grenze von zehn Prozent an Gewichtszunahme, bei der die CSAC eine Empfehlung zum Wechsel der Gewichtsklasse aussprechen und sich sogar eine verweigerte Freigabe vorbehalten konnte, sollte der Kämpfer entgegen der Empfehlung weiter in seiner Gewichtsklasse bleiben wollen. Nun geht man einen Schritt weiter.

In der Vergangenheit veröffentlichte die Kommission nach MMA-Events regelmäßig Zahlen zur Gewichtszunahme der Kämpfer nach der Waage. Immer wieder wurden dabei die zehn Prozent überschritten. So nahm etwa Aspen Ladd, die im Juli in Sacramento Germaine de Randamie unterlag, zwischen Waage und Kampftag ganze 24 Pfund, als fast elf Kilogramm, zu.

Bei der jüngsten Bellator-Veranstaltung Ende September, bei der die zweite Hälfte des Federgewichts-Turniers stattfand, gehörte etwa auch Daniel Weichel dazu, der mit 144,2 Pfund (65,4 Kilogramm) auf die Waage stieg, am Kampftag dann jedoch schon wieder 165,5 Pfund (75 Kilogramm) wog. Damit wäre er gerade noch innerhalb der neuen Regel geblieben, da sich die erlaubten 15 Prozent am Gewichtslimit von 146 Pfund orientieren würden.

Ob diese Regeländerung den gewünschten Effekt mit sich bringt, ist unsicher. Kämpfer könnten darauf verzichten, sich komplett wieder aufzuladen, um ihren Kampf nicht zu gefährden. Sie würden damit zwei Mal Gewichtmachen. Ob das förderlich für die Gesundheit der Kämpfer ist?