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Cris Cyborg: Ich glaube, der Superfight gegen Nunes wird mein letzter UFC-Kampf

Cristiane "Cris Cyborg" Justino mit dem Invicta-Titel (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Könnte die UFC-Karriere von Federgewichts-Champion Cristiane „Cyborg“ Justino Ende des Jahres schon wieder vorbei sein? Die Brasilianerin denkt bereits an den Abschied aus der UFC, doch vorher soll noch ein Superfight gegen Amanda Nunes stattfinden, den die UFC für Ende des Jahres plant.

„Ich glaube, das wird mein letzter Kampf in der UFC“, sagte Justino gegenüber dem brasilianischen Portal Combate. „Mein Vertrag endet im März und wenn dieser Kampf erst im Dezember zustande kommt, wird das wohl das letzte Mal sein, dass mich die Leute kämpfen sehen werden.“

Justino stand zuletzt bei UFC 224 im Käfig und besiegte Yana Kunitskaya vorzeitig. Seitdem läuft alles auf einen Superfight gegen Bantam-Champion Amanda Nunes hinaus, die im Mai Raquel Pennington besiegte und derzeit keine Herausforderinnen hat. Der Termin des Fights scheint derzeit die Problemfrage zu sein, denn während „Cris Cyborg“ am liebsten schon im September kämpfen würde, laboriert Nunes derzeit scheinbar an einer Fußverletzung.

Das baldige Vertragsende und soll aber nicht der einzige Grund sein, warum Justino an Abschied denkt. Seit Monaten fordert sie, dass die UFC eine ordentliche Gewichtsklasse um sie herum aufbaut und mit echten Federgewichten füllt. Bisher schien die UFC nicht gewillt, dieser Forderung nachzukommen. Zwar steht eine TUF-Staffel mit weiblichen Federgewichten, darunter die Deutsche Katharina Lehner, in den Startlöchern, sechs der acht Teilnehmer sind jedoch schon im Bantamgewicht angetreten.

„Sie machen eine TUF-Staffel und haben alle echten 145er abgelehnt. Nur Mädchen, die auch 135 Pfund schaffen. Holly Holm will noch nicht wieder kämpfen. Es gibt noch Pam Sorenson, die es aber nicht ins Haus geschafft hat, ich denke, weil sie nicht auf 135 runterkommen kann. Dann wäre noch Cindy Dandois, die Megan Anderson schon geschlagen hat, oder Ediane Gomes, die mich regelmäßig herausfordert. Es gibt jede Menge Frauen in meiner Gewichtsklasse, die kämpfen können. Aber die UFC will sie nicht. Sie wollen den Kampf gegen Amanda. Aber ich muss dann bald zehn Monate warten, bis ich endlich kämpfen kann.“

Derzeit steht neben Justino mit Megan Anderson nur ein weiteres echtes Federgewicht im UFC-Kader. Die Australierin verlor ihr UFC-Debüt jedoch gegen Holly Holm. Bisher konnte Justino daher nur gegen Bantamgewichte antreten, die für sie die Gewichtsklasse wechselten. Ein Ende dieser Situation ist derzeit nicht in Sicht.

Ob Justino, die zuletzt mit Box-Kämpfen liebäugelte, nur der UFC oder sogar dem Sport den Rücken kehrt, bleibt daher die große Frage. Bei Bellator MMA könnte sie nicht nur wieder mit ihrem früheren Strikeforce-Promoter Scott Coker zusammenarbeiten, der große UFC-Konkurrent verfügt zudem über einige Kämpferinnen im Federgewicht der Frauen um Champion Julia Budd, die ihren Gürtel am vergangenen Freitag erfolgreich verteidigte.