UFC News

Cris Cyborg: Das war nicht mein Tag, aber Verlieren gehört zum Sport dazu!

Dreizehn Jahre musste sie nicht mehr den bitteren Geschmack einer MMA-Niederlage schmecken, nun hat es auch Cristiane Justino aka „Cris Cyborg“ wieder erwischt. Die 33-Jährige wurde von Bantam-Champion Amanda Nunes bereits nach 51 Sekunden ausgeknockt. Für Justino jedoch nur weitere Motivation.

Zwar machte sich die Brasilianerin zu Beginn der Pressekonferenz einen Spaß daraus, indem sie wie einst Ronda Rousey nach ihrer Niederlage gegen Holly Holm mit einem Kissen vor dem Gesicht vor die Kameras trat, dann legte sie es mit einem Lächeln auf den Lippen ab und stellte sich den Fragen der Journalisten. Justino machte dabei einen entspannten Eindruck.

„Als ich angefangen habe, habe ich meinen ersten Kampf verloren“, sagte Justino. „Danach habe ich noch härter trainiert und habe 13 Jahre lang nicht mehr verloren. Ich habe aber nie behauptet, ich sei unbesiegbar oder würde nie verlieren. Es war nicht meine erste Niederlage und es wird auch nicht meine letzte Niederlage sein. Das gehört zum Kampfsport einfach dazu. Natürlich hat es mir das Herz gebrochen. Aber ich habe nicht geweint, weil ich weiß, dass ich alles dafür getan habe, zu gewinnen. Ich habe hart dafür trainiert. Heute war Amandas Tag. Sie hat ihr Bestes gegeben und gewonnen. Ich werde zurück in mein Gym gehen, noch härter trainieren und noch besser zurückkommen.“

Justino gab auf der Pressekonferenz an, nicht mehr alle Details des Kampfes im Kopf und sich den Kampf noch nicht angesehen zu haben. Dass sie nach den ersten harten Gegentreffern weiter mitgeschlagen habe, sei ein Fehler gewesen. Einer, den sie im Rückkampf korrigieren würde. „Natürlich will ich einen Rückkampf. Jederzeit. Ich liebe das Kämpfen und ich werde weiterkämpfen. Ich will mich weiter verbessern und härter trainieren“, so Justino weiter.

Die Brasilianerin galt selbst lange Zeit als beste Kämpferin der MMA-Geschichte. Einen Platz, den seit Samstag Amanda Nunes für sich beansprucht und der der „Lioness“ vielerorts zugeschrieben wird. Justino zweifelt das jedoch an, doch das soll kein Zeichen fehlenden Respekts sein.

„Die Beste würde nie verlieren. Sie hat vier Niederlagen, wie kann sie da die Beste sein? Und sie hat ihre Niederlagen nicht einmal ausgeglichen. Ich kann meine Niederlage gegen sie ausgleichen“, so Justino weiter. „Amanda musste es immer allen beweisen. Sie hat Ronda geschlagen, sie hat viele andere Frauen besiegt. Ich denke, man hat sie nie so wertgeschätzt, wie sie es verdient hätte. Vielleicht ändert sich das durch diesen Sieg.“