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Cormier: „Cerrone war wohl wieder betrunken. Hat er seinen Verstand verloren?“

Daniel Cormier (Foto: ZUFFA LLC)

Als Anderson Silva kurzfristig gegen Daniel Cormier einsprang, befürchteten viele Fans einen deutlichen Ausgang zu Ungunsten des Brasilianers. Zwar hatten sie nicht Unrecht, Cormier holte bei UFC 200 einen deutlichen Punktsieg, aber die Art und Weise sorgte für schlechte Stimmung in Las Vegas. Auch bei Weltergewicht Donald Cerrone, der Cormier anschließend scharf kritisierte. Nun schoss dieser in der MMA Hour von Ariel Helwani zurück.

„Donald soll die Klappe halten. Hat er seinen Verstand verloren? Was zur Hölle erzählt er da? Wer gibt ihm das Recht…auf welcher Grundlage erlaubt er sich, mich auf diese Art zu kritisieren? Wenn er ein Problem damit hat, wie ich kämpfe, dann soll er es mir ins Gesicht sagen. Aber auf einer Bühne? Bist Du etwa der beste Kämpfer aller Zeiten? Oder bist Du derjenige, der in sich zusammengebrochen ist, nachdem Dir Anthony Pettis in die Seite getreten hat? Oder derjenige, der von Rafael dos Anjos dominiert wurde und dann einfach umgefallen ist?“

Cerrone hatte zum einen während der Veranstaltung Fans zu lauten „Stand them up“-Rufen animiert und zum anderen auf einer öffentlichen Fragestunde am Sonntag danach erklärt, Cormier habe „wie eine Schwuchtel gekämpft“, weil er sich mit Silva nicht auf einen Kampf im Stand eingelassen und stattdessen gegen den viel leichteren Silva mit Takedowns gearbeitet habe.

„Ich war immer höflich zu ihm und dann kommt sowas. Wahrscheinlich hat er wieder getrunken, keine Ahnung. Aber wer ist er, dass er sich sowas erlauben kann? Er hat ein paar Typen geschlagen und läuft mit dem dämlichen Cowboyhut herum. Ich werde Khabib darum bitte, ihn für mich wegzuklatschen.“

Cerrone kämpft bei UFC 202 gegen Weltergewicht Rick Story. Ein Duell mit Cormiers Teamkollegen Khabib Nurmagomedov kam bisher aufgrund wiederholter Verletzungen nicht zustande. Aber nicht nur die Aussage an sich erzürnte Cormier, auch die benutzte Wortwahl stieß dem Habschwergewichtschampion sauer auf:

„Es ist sehr enttäuschend, vor allem mit den jüngsten Vorkommnissen. Mit dem, was in Orlando passiert ist. Dass er dann dieses Wort verwendet. Man muss einfach Klasse haben. Das ist nicht der Wilde Westen, wo man mit dem dämlichen Hut rumläuft, Tabak ausspuckt und dummes Zeug erzählt. Man muss Respekt haben und Klasse zeigen. Ich lasse solche Respektlosigkeiten nicht zu. Wenn ich ihm über den Weg laufe, werden wir ein paar Worte wechseln.“

Am 12. Juni hatte Omar Mateen, ein 29-Jähriger Amerikaner, in einem Schwulen-Club in Orlando 49 Menschen getötet und 53 weitere verletzt. Die UFC sprach im Nachgang den Opfern der Tragödie ihr Beileid aus und präsentierte im Rahmen von UFC 200 ein neues T-Shirt, welches mit dem Spruch „We are all fighters“ in Regenbogenfarben ein Statement für die Gleichberechtigung der LGBTQ-Gemeinschaft wirbt. Im Hauptkampf von UFC 200 sicherte sich dann mit Amanda Nunes zum ersten Mal ein offen homosexueller Kämpfer einen UFC-Titel.