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Conor McGregor zurück in Dublin, Stadion-Event eine Option

Conor McGregor schmiedet auch weiter große Zukunftspläne (Foto: Andrius Petrucenia/Creative Commons).

Das Jahr 2015 neigt sich schon seinem letzten Quartal zu, und Conor McGregor war seit Jahresanfang lediglich wenige Wochen Zuhause in Irland. Nach einer weltweiten Pressetour für seinen Titelkampf im Federgewicht bei UFC 189 folgten das Trainingscamp für den Kampf sowie die Dreharbeiten zur 22. „The Ultimate Fighter“-Staffel. So dauerte es letztlich bis September, bis McGregor wieder in seinem eigenen Bett schlafen konnte. Dort träumt er nun scheinbar von weitaus spektakuläreren Ideen als bisher…

McGregor bereitete sich für seinen Kampf bei UFC 189 nicht in seinem SBG-Trainingscenter in Dublin vor, sondern direkt in Las Vegas, wo auch der Kampf stattfand. Er mietete für sein ganzes Team eine Villa, die er als „Mac Mansion“ bezeichnete – laut McGregor die nächste Stufe in der Evolution der MMA-Trainingscamps. McGregor ist damit nicht alleine. Schon in der Vergangenheit haben Muhammad Ali und Floyd Mayweather solche Trainingsvorbereitungen mit ihren Teams und vielen Reportern inszeniert. Nach dem Sieg über Mendes bei UFC 189 ging es für McGregor ohne Pause weiter an die Aufnahmen zu TUF 22 (The Ultimate Fighter, Staffel 22).

Anfang September dann ging es für „The Notorious“ endlich zurück in die Heimat, wo die irischen Fans es kaum erwarten konnten, ihren Helden in Dublin in Empfang zu nehmen. Mit Polizeischutz wurde McGregor in Dublin bereits am Flughafen erwartet.

„Es fühlt sich großartig an, in meiner Heimat zu sein. Ich habe eine Menge Arbeit und lange Reisen hinter mir und nun bin ich froh, endlich zuhause zu sein. Zuerst gehe ich zu meiner Familie und meinen Freunden, die ich lange nicht mehr gesehen habe“, so McGregor am Flughafen gegenüber der Presse. „Ich genieße jetzt die Früchte meiner monatelangen Arbeit. Danach werde ich aber mein Training wieder aufnehmen, denn es gibt noch viel zu tun.“

In seinem nächsten Trainingscamp muss er sich auf den Champion im Federgewicht, José Aldo vorbereiten. Der Titelkampf wird am 12. Dezember in Las Vegas als Hauptkampf von UFC 194 stattfinden. Nach Aldos Absage für UFC 189 bekommt McGregor nun die Chance, den "echten" Gürtel zu erobern.

McGregor konzentriert sich allerdings nicht nur auf den 12. Dezember, sondern blickt bereits darüber
hinaus. Eine UFC-Show im Dubliner Croke Park, einem Fußballstadion, das bis zu 80.000 Zuschauer fasst, ist seit längerem einer der größten Träume McGregors. Jetzt sieht es so aus, als wenn er wahr werden könnte, wie Dana White vor kurzem im Interview mit einem australischen Fernsehsender verkündete: „Falls er im Dezember in Las Vegas José Aldo besiegen kann, wird sein nächster Kampf im Croke Park stattfinden. Wir haben ihm das bereits so mitgeteilt.“

Die Aussicht auf einen derartigen Mega-Event in Europa ist zweifellos verlockend, trotzdem wären noch jede Menge logistische Schwierigkeiten zu stemmen, bevor eine solche Show Realität werden könnte: „Man verliert 20 bis 30 Prozent an Pay-per-View-Verkäufen, wenn die Veranstaltung in einem anderen Land stattfindet“, so White. „Und dann wären da die Produktionskosten im Croke Park, der ja nun einmal nicht überdacht ist… Ich bin kein Meteorologe, aber ich würde darauf wetten, dass es an jenem Tag regnen würde.“

Wie man sieht, stehen Conor McGregors Vision also noch so einige Hindernisse im Weg – allen voran José Aldo. Da kommt die kleine Pause in den eigenen vier Wänden gerade recht…