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Conor McGregor zur Rückkehr ins Federgewicht: „Wir werden sehen“

Irgendwann wird McGregor ins Federgewicht zurückmüssen, wenn er den Gürtel unten rechts nicht vakantieren will (Foto: Florian Sädler).

Bei allem, was seitdem passiert ist, kann man schnell vergessen, dass Conor McGregor seinen UFC-Federgewichtstitel noch nicht verteidigt hat, seit er ihn im vergangenen Dezember mit einem schockierenden K.o. gegen José Aldo gewann. Ob er jemals in die 65-Kilo-Klasse zurückkehren wird? Wer weiß das schon, wenn nicht McGregor selbst.

„Ich habe nicht wirklich mit irgendjemandem darüber gesprochen, was als nächstes kommt. Wer weiß schon, was als nächstes kommt?“, fragte dann auch McGregor während einer Pressetelefonkonferenz im Zuge von UFC 202, der Kulisse von McGregors nächstem Kampf am 20. August in Las Vegas.

„Gerade bin ich (weniger als zwei Wochen) von einer Schlacht entfernt und ich bin bereit dafür. Deshalb ist das auch alles, worüber ich momentan nachdenke. Lasst uns also (erst) diese Schlacht schlagen.“

In die Schlacht zieht McGregor gegen Nate Diaz. Zum zweiten Mal, nachdem der Veteran ihn im März in der zweiten Runde mit einem Rear Naked Choke zum Abklopfen und den Hype um den Iren zum Einstürzen brachte. Eigentlich hätte McGregor an jenem Abend gegen Rafael dos Anjos um dessen Leichtgewichtsgürtel antreten sollen, bevor dieser sich verletzte und kurzfristig durch Diaz ersetzt wurde.

Prompt machte McGregor seinen geplanten Ausflug vom Feder- ins Leicht- zu einem spontanen hoch ins Weltergewicht. Dort, zwölf Kilo über seinem gewohnten Gewichtslimit, verließ ihn im März allerdings die Ausdauer – laut UFC-Präsident Dana White besessen von einem Rückkampf unter gleichen Bedingungen, hat McGregor seitdem auf einen zweiten Auftritt im Weltergewicht hintrainiert.

Bereits in der Vergangenheit hatte der 1,75-Meter-Mann das 65-Kilo-Limit zwar erreicht, das aber nur unter größten Anstrengungen. Nicht zuletzt Top-Federgewicht Frankie Edgar hatte sich daher öffentlich gewundert, ob man den populären Iren jemals wieder in seiner angestammten Gewichtsklasse zu sehen bekommen wird.

Sollte das der Fall sein, würde McGregor dort auf einen alten Bekannten treffen: José Aldo überzeugte im Juli bei UFC 200 mit einem Punktsieg gegen Edgar und trägt damit nun den Interims-Titel der Gewichtsklasse, die er zehn Jahre lang dominiert hatte.

Ein Comeback, das zugegebenermaßen selbst seinen Erzrivalen aus Dublin nicht kalt gelassen hat: „So zurückzukommen und den Kampf gegen Frankie zu gewinnen – ich habe mich für Aldo gefreut“, so McGregor.  „Wenn man einen langjährigen Champion so fallen sieht – die Art, wie ich ihn ausgeknockt habe. Ich habe es damals schon gesagt: Er tat mir ein kleines bisschen leid.“

Ob man jemals eine Fortsetzung des 13-Sekunden-Kampfes aus dem letzten Jahr sehen wird?

Zumindest bis nach dem Hauptkampf von UFC 202 am 20. August braucht man dazu von McGregor wohl keine Antworten zu erwarten – bis dahin ist „The Notorious“ ganz auf Nate Diaz fokussiert: „Er hat über ein volles Trainingscamp geredet, über dies und das. Ich hatte nur zehn Tage Vorbereitung, mit einem vollen Camp hätte er mich nicht treffen können. Dann lass mal sehen, was da dran ist. Lass sehen, was da hinter steckt.“