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Conor McGregor: Mein Verhalten war inakzeptabel.

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Conor McGregor ist erneut in aller Munde. Leider ein weiteres Mal nicht durch positive Schlagzeilen im Käfig, sondern erneut durch eine private Auseinandersetzung. Vor wenigen Tagen kam ein Video zum Vorschein, auf dem McGregor einem älteren Mann einen Faustschlag verpasst hatte. Nun äußerte sich der Ire in einem längeren Interview bei ESPN dazu.

„Ich war im Unrecht“, sagte McGregor im Interview. „Der Mann hatte es sich verdient, seine Zeit im Pub ohne dieses Ende zu genießen. Ich habe versucht, es wiedergutzumachen, aber das spielt jetzt keine Rolle. Ich war im Unrecht. Ich muss mich hier den Fragen stellen, Verantwortung und Rechenschaft übernehmen. Das schulde ich meiner Mutter, meinem Vater, meiner Familie, den Leuten, die mir Kampfkunst beigebracht haben. Das bin nicht ich. Das ist nicht der Grund, warum ich mit Kampfkunst oder -sport angefangen habe. Ich habe angefangen, um Leute in solchen Szenarien zu verteidigen.“

Vergangene Woche wurde über die Plattform TMZ ein Video veröffentlicht, bei dem man McGregor im April in einem Dubliner Pub sah. Dabei geriet er mit einem Gast in Streit, als dieser seinen Whiskey ablehnte. McGregor verpasste dem älteren Mann aus dem Nichts einen Faustschlag, bevor er aus dem Pub gebracht wurde. Die irische Polizei untersucht den Vorfall derzeit.

„Was auch immer dabei herauskommt, ich stelle mich dem Ergebnis“, so McGregor weiter. „Ich habe das verdient. Ich werde mich nicht davor verstecken. Ich war im Unrecht. Es war ein absolut inakzeptables Verhalten für einen Mann in meiner Position.“

Nicht das erste Mal, dass McGregor in der Öffentlichkeit mit Passanten aneinandergeriet. Im Frühjahr hatte er einem Mann, der ihn vor einem Hotel fotografiert hatte, angegangen, dessen Handy aus der Hand geschlagen und zerstört. Der Ire weiß, dass er als Superstar immer im Fokus steht und sich nicht provozieren lassen darf.

„Ich muss aufhören, den Köder zu schlucken“, so McGregor. „Die Leute wollen mich ködern. Bin ich der Fish oder bin ich der Wal? Ich muss in Zukunft einfach ruhig bleiben, Zen bleiben. Ich muss mit gutem Beispiel vorangehen. Es gibt so viele Leute, die zu mir aufschauen, wie kann ich da so reagieren? Ich arbeite sehr hart daran, mich zu ändern und das unter Kontrolle zu kriegen.“

Denn McGregor ist sich bewusst, dass auch der ganze Reichtum, den er sich mit Kämpfen gegen Eddie Alvarez, Nate Diaz, Floyd Mayweather und Khabib Nurmagomedov aufgebaut hat, vergänglich ist. Er wäre nicht der erste Sportler, der nach einem Höhenflug wieder abstürzt. Das weiß der 31-Jährige und will es vermeiden.

„Ich habe diese Chance, es richtig zu machen. Wenn ich das nicht schaffe, dann wird alles, was ich erreicht habe, was ich für meine Kinder und die Kinder meiner Kinder geschaffen habe, nichtig werden. Ich muss diesen Pfad meiden, dieses Klischee des Kämpfers, der alles hat und es ruiniert. Ich muss mir meiner Vergangenheit und der von Anderen bewusstwerden, daraus lernen und daran wachsen. Das tue ich gerade.“

McGregor weiß, wie er die Situation wieder in Ordnung bringen kann. Mit Sport. Der Ire will zu seinen Wurzeln zurückfinden und den Fokus wieder aufs Kämpfen legen. Nachdem er im Verlauf des Jahres erneut seinen Rücktritt ankündigte, deutete er nun erneut ein Comeback an und sagte, dass er wohl nie endgültig mit dem Kämpfen aufhören werde.

„Ich muss meinen Kopf wieder richtig anschrauben, zurück ins Game kommen und für Wiedergutmachung, Vergeltung und Respekt kämpfen. Für die Dinge, die mich zu dem Mann gemacht haben, der ich bin. Und das werde ich tun“, schloss McGregor ab.

Dann will der Ire sein Comeback in der UFC geben und kündigt bereits an: „Es wird das größte Comeback aller Zeiten.“