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Conor McGregor: „Mein nächster Kampf findet in einem Boxring statt“

Conor McGregor (Foto: Mark Bergmann)

Am Samstag hat sich UFC-Star Conor McGregor vor 5.000 zahlenden Zuschauern eine Stunde lang interviewen lassen. Ein Thema stand dabei wie erwartet besonders im Fokus: ein möglicher Boxkampf gegen Floyd Mayweather.

„Über den Kampf wird mehr als nur geredet“, sagte Conor McGregor in Manchester. „Dieser Kampf ist jetzt schon eine Weile in Arbeit. Wisst ihr, es gibt noch viel Arbeit zu tun, um den Kampf zustande zu bringen, aber es ist einfach der Kampf, der gemacht werden muss. Den Kampf wollen die Leute. Den Kampf will ich. Und ich weiß, dass ich selbstsicher in den Kampf gehen werde. Ich habe die Reichweite, den Altersvorteil, das Selbstvertrauen, den unvorhersehbaren Stil. Du kannst dich auf meinen Kampfstil nicht vorbereiten. Mich hat mal jemand gefragt, warum nur eine Welt erobern, wenn du zwei erobern kannst. Also werde ich zwei Welten erobern.“

McGregor konnte sich im November zum ersten Doppel-Champion der UFC krönen. Der 29-Jährige ist ohne Frage der größte Star der MMA-Welt, hat in der UFC bereits viele Millionen Dollar verdient. Mit einem Boxkampf gegen Mayweather könnte er seine Bekanntheit und sein Konto aber auf einen ganz anderen Level treiben.

„100 Prozent bin ich mich sicher“, sagte McGregor. „Ich denke, wenn ich das nächste Mal eine Kampffläche betrete, werde ich durch Ringseile steigen und 10- oder 8-Unzen-Handschuhe tragen.“

Eine große Hürde beim Zustandebringen eines solchen Kampfes dürfte die UFC darstellen, bei der McGregor unter Vertrag steht. McGregor erklärte, für einen Boxkampf gerne mit der UFC zusammenzuarbeiten zu wollen, das Ganze notfalls aber auch alleine zu stemmen.

„Ich denke, es ist besser, wenn alle involviert sind“, sagte McGregor. „Ich denke uns geht es allen um ein gutes Geschäft. Ich habe gute Geschäfte mit der UFC, mit Dana White, mit allen gemacht. Aber jeder muss seinen Platz kennen. Es gibt Mayweather Promotions, es gibt die UFC und jetzt gibt es die neu gegründete McGregor Promotions. Niemand ist mein Boss. Ich weiß, dass Floyd gerne sagt, dass Dana mein Boss ist und Entscheidungen fällt. Sicher nicht! Niemand entscheidet das. Wenn sie ihre Kämpfer an BJJ-Turnieren teilnehmen lassen, können sie mich nicht von einem Boxkampf abhalten.“

Auf die Frage, wann ein Boxkampf gegen Mayweather in etwa stattfinden könnte, brachte McGregor Ende 2017 und Anfang 2018 ins Gespräch. Sollte ein solcher Kampf tatsächlich in die finale Planung gehen, könnte die Octagon-Rückkehr des UFC-Leichtgewichtschampions noch lange auf sich warten lassen.

„Ich sag euch was, für 100 Millionen Dollar warte ich gerne noch ein ganzes Jahr“, so McGregor. „Ich werde irgendwann aus der Inaktivität zurückkehren. Aber ernsthaft, das ist historisch. Gegen Khabib wie-auch-immer-sein-name-ist, Tony Esel, Jose oder Woodley um den dritten Titel zu kämpfen, ist nicht das gleiche. Manchmal muss man mit Situationen geduldig sein, und ich habe das Gefühl, dass das so eine Situation ist.“