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Conor McGregor: „Ich kann machen, was ich will“

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler)

Die Vorbereitung Conor McGregors für seinen Titelkampf gegen Rafael dos Anjos liegt in den letzten Zügen. Die mentale Kriegsführung der beiden Athleten neigt sich langsam dem Ende zu, die physische Auseinandersetzung rückt immer näher. Im Gespräch mit Severe MMA nutzte der Weltmeister nun die Chance, nochmals zum Rundumschlag gegenüber der MMA-Welt auszuholen.

Am 5. März hat das Warten für alle Conor McGregor-Fans ein Ende: „The Notorious“ trifft bei UFC 196 auf Rafael dos Anjos und erhält somit die Möglichkeit, sich zum ersten Champion zu krönen, der in der UFC gleichzeitig Gürtel in unterschiedlichen Gewichtsklassen hält. Trotz dieses anstehenden Kampfes war das Hauptziel seiner Anfeindungen im Interview nicht etwa der Champion dos Anjos, sondern Donald Cerrone. Angesprochen auf ein mögliches Duell mit dem „Cowboy“ erinnerte McGregor an Cerrones letzten Kampf, der zu dessen Ungunsten bereits nach einer Minute sein Ende fand.

„Cerrone hat einfach wie ein kleines Mädchen aufgegeben“, so McGregor. „Frag mal Aldo, ob er nächstes Wochenende kämpfen kann. Wenn man vorzeitig gewinnt, durch einen richtigen K.o., dann kann der Gegner mindestens zehn Monate nicht kämpfen. Er hat im Octagon einfach aufgegeben, deshalb kann er nächstes Wochenende wieder kämpfen. Deshalb kann er sagen, dass er jede Woche kämpfen kann. Wenn du bereit bist, da drin zu sterben, dann geht das nicht.“

Mit der Niederlage des „Cowboys“ stand für den Iren sein nächster Gegner fest. Zwar hätte er sein Geld im Vorfeld auf dos Anjos gesetzt, doch dem Ausgang begegnete er gleichgültig. Für ihn zählt nur ein weiterer Gürtel für das Straight Blast Gym in Dublin. Der Gewinn des Leichtgewichtstitels ist für den Iren aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

„Ich jage diesen zweiten Gürtel, um zu wiederholen, was ich bereits geschafft habe“, so McGregor. „Alle meine Sparringspartner sind schwerer als das Limit im Weltergewicht. […] Warum sollte ich nicht nach oben gehen? Sie werden immer langsamer dort oben, bewegen sich weniger flüssig. […] Ich werde einfach weiter essen, weiter trainieren und weiter machen, bis alle Gürtel mir gehören. […] Ich habe vor niemanden Angst. Ich kann in jeder Gewichtsklasse kämpfen.“

In den letzten Wochen machten in der MMA-Welt vermehrt Gerüchte die Runde, laut derer McGregor sich immer weiter von der UFC entferne und bereits eine eigene Organisation mit ihm selbst als Zugpferd plane. Diese Meldungen zerstreute „Mystic Mac“ jedoch sofort:

„Das ist alles Scheiße. Ich habe eine tolle Beziehung zu Lorenzo (Fertitta) und Dana (White). Versteh mich nicht falsch, ich steige jeden Tag in der Rangordnung auf und bald werde ich auf Augenhöhe sein. Vielleicht werde ich eines Tages den Löwenanteil kriegen, aber wir werden immer zusammen arbeiten. Ich habe sehr viel Loyalität. Sie haben mir all das gegeben und ich helfe ihnen. Wir sind ein Team.“

Zuletzt formulierte der Weltmeister seine Ziele für die Zukunft: „Ich erschließe Märkte, die die UFC vorher nicht hatte. Wir werden weiter wachsen und uns weiter entwickeln. Der Himmel ist die Grenze.“