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McGregor nach UFC 196-Niederlage: „Ich habe einige Fehler gemacht!“

Sichtlich unzufrieden: Conor McGregor.

Conor McGregor musste am 5. März seine erste UFC-Niederlage einstecken. Der polarisierende Ire, der sich im Vorfeld verbal aus dem Fenster lehnte und seinen Kontrahenten Nate Diaz gar als „verwundete Gazelle“ bezeichnete, die er „wie ein Löwe zerfleischen“ würde (GNP1.de berichtete), gab im Rear-Naked Choke in Runde zwei auf (GNP1.de berichtete). McGregor, der seit 2010 nicht mehr verloren hat, sprach sich bei der Pressekonferenz nach UFC 196 aus.

„Ich war nicht effizient genug. Ich musste in den sauren Apfel beißen“, erklärte der amtierende Federgewichtschampion selbstkritisch. „Normalerweise fallen Gegner in meiner Gewichtsklasse bei diesen Treffern, aber Diaz hat sie sehr gut weggesteckt. Ich glaube, dass ihm das Gewicht das erlaubt hat. Als schwererer Mann darf man nicht all seine Kraft in die Schläge stecken. Ich habe einige Fehler gemacht.“

Diaz sprang 10 Tage vor der Veranstaltung als Ersatzgegner für den verletzten Rafael dos Anjos ein. Die Begegnung fand im Weltergewicht statt, somit 12 Kilogramm höher als McGregors übliche Gewichtsklasse. Doch neben dem Gewicht, hatte McGregor auch mit der Reichweite und seiner Kondition zu kämpfen, wie er erklärte.

„Seine Reichweite war groß. Meine Linke war mehrfach zu kurz. Die eingedrehten Kicks haben auch nicht getroffen und haben mir Energie geraubt. Es war ein Kampf um Ausdauer und da war Nate der bessere. Gratulation an Diaz. Ich habe gemerkt, dass er die Schläge einstecken konnte. Sein Gesicht färbte sich und er schaltete in den Autopiloten und ich in den Panik-Modus. Das hat er ausgenutzt. Ich musste feststellen, dass der schwerere Mann mehr einstecken kann. Es müssen mehr als ein, zwei oder drei harte Treffer landen, damit ich ihn besiege. Ich glaube, wenn ich mit dieser Herangehensweise an diese Gewichtklasse gehe, würde ich gut abschneiden.“

Ob McGregor sofort wieder ins Rennen einsteigt, weiß er derzeit nicht, wie er erklärte. Zwar liebäugle er mit einem Auftritt bei der Jubiläumsshow zur 200. Ausgabe, doch wird er sich vorerst eine kurze Auszeit gönnen:

„Ich könnte mir vorstellen bei UFC 200 zu kämpfen. Ich bin nicht verletzt, lediglich mein Herz ist gebrochen, aber ich werde mich wieder aufrappeln. Man kann vor Problemen davonlaufen oder sich ihnen stellen. Ich ziehe zweiteres vor. Ich lerne aus solchen Sachen. So ist das im Sport, mal gewinnt man, mal verliert man – aber ich stelle mich jeder Herausforderung. Ich hatte die Chance diesen Kampf nicht anzunehmen und zu warten, aber das habe ich nicht getan. Ich habe gekämpft. Ich werde zurückkommen.“