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Conor McGregor: „Ich brauche Floyd nicht, er braucht mich!“

Conor McGregor beendet die Spekulationen um Mayweather-Gerüchte (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Es war eine so schöne Zeit. Seit dem Rücktritt von Floyd Mayweather im vergangenen September im Anschluss an dessen Kampf gegen Andre Berto verstummten die ständigen Gerüchte um den ungeschlagenen Boxer und Fantasie-Matchups gegen Rousey oder McGregor, die sowohl von Box- als auch von MMA-Journalisten immer wieder ins Gespräch gebracht wurden. Bis die englische Sun vor zwei Wochen mit einem Bericht aufmachte, wonach Mayweather einen Boxkampf gegen den Iren anstreben würde. Nun äußerte sich McGregor persönlich zu den Gerüchten und nahm wie üblich kein Blatt vor den Mund.

„Floyd hat das Gerücht gestreut. Er bekommt 100 Millionen und ich 7 Millionen Dollar? Das ist für mich eine Gehaltskürzung. Ich verzichte nicht auf Geld. Es heißt doch immer, beim Boxen gibt es die großen Scheine. Sieben Millionen sind absolut lächerlich. Wenn er von 100 Millionen redet, dann rede ich auch von 100 Millionen. Ich bin 27 Jahre alt und habe die Hälfte eines 100-Millionen-Vertrages hinter mir.“

Zudem scheint sich McGregor die zahlreichen Anspielungen Mayweathers auf dessen Einnahmen zu Herzen genommen zu haben. Zwar wurde „Money“ seinem Spitznamen mehr als gerecht, hält die drei PPV-Rekorde im Boxen und sorgte dabei gegen Saul Alvarez, Oscar de la Hoya und Manny Pacquiao insgesamt für über neun Millionen zahlende PPV-Kunden, erst nach dem Sieg über de la Hoya im Alter von 30 Jahren im Jahr 2007 wurde aus einem durchschnittlichen PPV-Zugpferd der heutige Gigant. Ein Detail, das nicht unbemerkt blieb.

„Mit 27 war Floyd irgendwo im Vorprogramm eines Kampfes von Oscar de la Hoya. Vergleicht das mit mir! Aber ich verstehe ihn, wer würde nicht gerne beide Welten erobern? Er wird alt. Ich habe die Größe, die Reichweite, die Länge, die Jugend. Er braucht mich. Ich brauche ihn nicht. Das ist die Wahrheit. Gegen wen kann er kämpfen? Wenn er gegen einen anderen Boxer antritt, geht seine Börse sofort von 100 auf 15 Millionen herunter. Er braucht mich. Wenn er reden will, können wir reden. Aber ich bin es, der die Kontrolle hat.“

Derzeit ist es fraglich, ob Mayweather überhaupt aus der Rente zurückkehrt. Immer wieder ranken sich Gerüchte darum, dass Mayweather, der eine perfekte Bilanz von 49 Siegen aus ebenso vielen Kämpfen sein eigen nennt, für eine Chance auf die 50 zurückkommt. Da käme ein Kampf gegen McGregor, der im klassischen Boxen nicht ansatzweise die Wettkampfpraxis Mayweathers aufweisen kann, gerade recht. Sollte es tatsächlich zu einem Boxvergleich zwischen McGregor und Mayweather kommen, bleibt „The Notorious“ entspannt.

„Die Regeln sind mir egal. Er kann so viele Regeln aufstellen, wie er will. Ich weiß, dass er nicht MMA kämpfen will, er will keinen richtigen Kampf. Wenn er einen eingeschränkten Kampf will, ist das kein Problem. Das können wir machen. Ich werde die zahlreichen Kampfkünste, die ich gleichzeitig trainiere, beiseitelassen und mich nur auf einen Teilbereich des Kämpfens konzentrieren.“