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Conor McGregor: Dos Anjos hat nur eine „Prellung am Fuß“

Conor McGregor war auf der Pressekonferenz mal wieder in Bestform (Foto: Florian Sädler)

Der 5. März sollte ein historischer Tag für Conor McGregor werden. Mit einem Sieg über den amtierenden Weltmeister im Leichtgewicht, Rafael Dos Anjos, hätte er sich zum ersten Träger zweier UFC-Titel aufschwingen können. Wenige Tage vor der Veranstaltung jedoch die Schreckensnachricht: Mittelfußbruch des Brasilianers, der Titelkampf ist vom Tisch. McGregor bezweifelt diese Diagnose, er bezichtigt Dos Anjos, wie zuvor schon Jose Aldo, der Angst vor einem Aufeinandertreffen mit ihm im Octagon. Für den Iren bleibt auch fragwürdig, ob er sich nochmals für ein Duell mit dem BJJ-Schwarzgurt begeistern kann.

Mit der Verletzung von Rafel Dos Anjos kurz vor UFC 196 ging die Frage einher, wer seinen Platz im Hauptkampf des Abends gegen Conor McGregor einnehmen würde. Da Frankie Edgar aktuell verletzt ist und Jose Aldo sich nicht fit für einen Kampf ist, entschied sich die UFC für ein Duell mit Nate Diaz, das aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit für Diaz im Weltergewicht ausgetragen wird. In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz ließen die charismatischen Kontrahenten dann bereits ordentlich die Fetzen fliegen. Neben Dopingbeschuldigungen gegen McGregor (GNP1.de berichtete) kam auch die Verletzung des Leichtgewichtsweltmeisters zur Sprache. Wie bereits nach der Kampfabsage von Jose Aldo bereitet es „The Notorious“ Schwierigkeiten, seine Begeisterung für ein Aufeinandertreffen mit dem Brasilianer neu zu entfachen.

„Es ist hart, sich wieder auf Dos Anjos zu fokussieren. Mit Aldo war es das Gleiche. Er hat einen Rückzieher gemacht und zwei Anläufe gebraucht, um wieder den Mut zu finden“, so McGregor. „Hoffentlich, vielleicht braucht Dos Anjos auch zwei Anläufe, um den Mut zu finden. Aber wenn du wegen so einer Verletzung absagst, einer Prellung am Fuß, kann ich auch nicht mehr viel machen, um dich wieder interessant zu machen. Die Dinge haben sich etwas geändert, mal sehen was jetzt passiert.“

Diese Anschuldigungen waren jedoch lediglich das Aufwärmprogramm für den Iren. Im Verlauf der Pressekonferenz steigerte er sich zusehends und holte schließlich zum Rundumschlag gegen künftige Kontrahenten aus:

„Die haben grade alle schmerzende Muschis, das ist verrückt. Da geht irgendwas ab, keine Ahnung. Dos Anjos hat sich seinen Fuß und seine Muschi am selben verdammten Tag gebrochen, bei Edgar genauso. Wie stehen die Chancen, dass sowas passiert?“

Zumindest das Ausschlagen eines Rückkampfes durch Aldo erkennt „Mystic Mac“ als sinnvoll an: „Wenn jemand K.o. geschlagen wird… Wenn jemand gegen mich kämpft, bedeutet das eine Pause zwischen zehn Monaten und einem Jahr. Man kann nicht direkt wieder kämpfen, das ist kein Witz. Man kann nicht nach einem Kopftrauma direkt wieder ins Gym und Sparring machen. Manche Leute denken, dass sie das machen können. Chad Mendes hat das gemacht und sein Kinn wird sich nie wieder erholen. Er ist einfach zu früh zurückgekommen. Ich verstehe das.“

Nun steht also McGregors erster Auftritt im Weltergewicht an. Angesprochen auf einen Kampf mit dem Weltmeister Robbie Lawler ließ er verlauten, dass die Gewichtsklasse für ihn keine Rolle spielt.

„Das einzige Gewicht, das mich interessiert, ist das Gewicht meiner Schecks. Und das ist Super-Schwergewicht.“