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Conor McGregor: Der Krieg ist noch nicht vorbei!

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Über ein halbes Jahr ist der Kampf zwischen Conor McGregor und Khabib Nurmagomedov her, doch immer noch erhitzt die Auseinandersetzung zwischen dem Iren und dem Dagestaner mitsamt den anschließenden Ausschreitungen. Auch McGregor selbst lassen die Geschehnisse noch nicht los, der Ire hofft auf eine Revanche gegen Nurmagomedov, das verriet er dem Selbsthilfe-Guru Tony Robbins in dessen Podcast. Dabei goss McGregor erneut Öl ins Feuer.

„Der Kampf war vorbei, das Match war vorbei, dann ist er über den Zaun und in die Menge gesprungen, um ein wenig Lärm zu machen“, sagte McGregor im Podcast von Tony Robbins. „Aber kaum war er in der Menge, hat er sich feige weggedreht. Sie sind davongehuscht wie kleine Ratten, weil sie nichts Anderes sind.“

Mehr noch als das Geschehen während der Kampfzeit wird seitdem über die Vorkommnisse nach Ende des Duells gesprochen. Auch McGregor wurde natürlich zu den Ausschreitungen befragt, die ihm und dem Lager Nurmagomedovs eine monatelange Sperre der NSAC einbrachten. Erst attackierte Nurmagomedov McGregors Betreuer, dann lieferte sich McGregor eine Prügelei mit Abubakar Nurmagomedov auf dem Zaun.

„Er ist rausgesprungen und hat dieses ganze Chaos verursacht, aber eigentlich hat er sich draußen nur versteckt, er hat da nichts gemacht. Aber als ich das gesehen habe, bin ich sofort wieder hochgekommen und dachte mir nur, okay, ich bin wieder mittendrin. Ich bin auch auf den Käfig gesprungen und plötzlich kam sein Bruder angerannt und war neben mir auf dem Käfig, um ihm zu helfen. Das war wie ein Weihnachtsgeschenk. Er war direkt vor mir und ich habe ihm eine aufs Auge verpasst. Wir wurden heruntergezogen und getrennt, er hat dann versucht, an der Security vorbeizukommen, ich habe das nur beobachtet.“

Wie McGregor erklärte, habe er sich dann an den Zaun zurückgezogen, um sich auf potentielle Gefahren vorzubereiten. Eine gute Idee, wie sich Sekunden später herausstellen sollte, als er im Käfig von Zubaira Tukhugov und Esedulla Emiragaev angegriffen wurde.

„Zwei seiner Teamkollegen sind direkt hinter mir über den Zaun in den Käfig gesprungen. Es ist heute sehr faszinierend, sich die Bilder davon anzusehen. Ich war an einem guten und sicheren Ort, an dem ich alles beobachten und jede Gefahr sehen konnte, um mit ihr umzugehen.“

Tukhugov ging erst zu Abubakar Nurmagomedov, bevor er kehrtmachte und sich mit McGregor einen Schlagabtausch lieferte. Direkt danach bekam McGregor hinterrücks Faustschläge von Emiragaev ab und zog die Deckung hoch, bevor die Sicherheitsleute eingriffen. In diesem Moment riss sich Abubakar Nurmagomedov ein weiteres Mal los und ging erneut auf McGregor los. Für den Iren ein moralischer Sieg, immerhin hatte er das letzte Wort bei der Auseinandersetzung.

„Ich hatte den letzten Treffer des Abends. Direkt ins Gesicht seines Bruders. Auch wenn das Match nicht nach meinem Wunsch verlief, der Kampf tat es. Und glaub mir, dieser Krieg ist noch nicht vorbei. Wenn es nicht zu einem zweiten Kampf kommt, liegt es nur an ihnen. Sie laufen davon. Ich bin hier, um zu kämpfen und jederzeit bereit für einen Rückkampf.“

Der Ire hatte trotz Rücktrittsankündigung bereits mehrfach angedeutet, dass er weiter in den Käfig steigen will. Und das am liebsten gegen Nurmagomedov, um die Scharte auszuwetzen. Wie McGregor ebenfalls erklärte, habe er sich in der Vorbereitung den Fuß gebrochen, was ihn nicht nur im Kampf, sondern auch beim Gewichtmachen stark eingeschränkt habe. Zudem sei er nicht immer zu 100 Prozent bei der Sache gewesen und generell zu defensiv an die Sache herangegangen. Alles Dinge, die beim nächsten Mal nicht passieren sollen.

„Ich habe ihm meinen Respekt bezeugt und ihm zum Sieg gratuliert. Er hat das Match gewonnen, mal sehen, was beim nächsten Mal passiert. Ich bin überzeugt, dass wir noch einmal kämpfen werden. Ich bin sowohl im Sieg als auch in der Niederlage bescheiden, egal, wie es ausgeht. Es ist schließlich ein Sport. Ein grausamer Sport, aber ein Sport. Ich respektiere, dass ich an dem Abend besiegt wurde.“