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Colby Covington: Ohne meinen „Filthy Animals“-Trash Talk hätte mich die UFC rausgeworfen

Colby Covington (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Zu behaupten, Colby Covington wäre ein polarisierender Charakter, wäre noch eine enorme Untertreibung. Man hasst den 31-Jährigen entweder für seine Art und seine Unterstützung für den US-Präsidenten Donald Trump, oder liebt ihn eben dafür. Das war jedoch nicht immer so. Noch vor wenigen Jahren war Covington ein ruhiger Kämpfer, der seine Leistungen für sich sprechen ließ. Für den Wandel zu seiner heutigen Persönlichkeit macht der Herausforderer auf den Titel im Weltergewicht die UFC verantwortlich.

„Ich habe diese Geschichte noch nie erzählt“, so Colby Covington im Interview mit Candace Owens. „Aber vor drei Kämpfen, bevor ich gegen die Nummer 2 der Welt gekämpft habe, diesen Typen Demian Maia, in Brasilien, haben sie (die UFC) meinem Manager Dan Lambert gesagt, dass sie mir keinen Vertrag mehr geben werden. Sie mochten meinen Stil nicht, sie mochten nicht, dass ich nicht unterhaltend war. Das war bevor ich ein Entertainer wurde und den Unterhaltungsaspekt in diesem Geschäft wirklich verstanden habe. Vor diesem Kampf haben sie mir also gesagt, dass es egal ist, wie er ausgeht, ich war damals die Nummer 6 der Welt, `Wir werden dich nicht wieder unter Vertrag nehmen. Wir mögen deinen Charakter nicht. Wir mögen deinen Kampfstil nicht`. Und ich bekomme 30.000$, um gegen die Nummer 2 der Welt zu kämpfen. Nachdem du Steuern und deine Trainer bezahlt hast bleiben dir 5.000$ oder 10.000$.“

„Also gehe ich da raus, verhaue ihn und lasse ihn in einer Blutlache in Sao Paulo, Brasilien, seiner Heimatstadt, zurück. Dann haue ich diese Promo gegen die Brasilianer raus und sage `Ihr seid ein Haufen ekelhafter Tiere und Brasilien, du bist eine Müllhalde`. Ich haue diese Promo raus und sollte eigentlich meinen Job verlieren, aber sie geht so viral, dass die UFC sagt `Wir müssen ihn behalten. Wir müssen ihn wieder unter Vertrag nehmen, weil diese Promo so groß ist`. Das hat meine Karriere gerettet und das war der Wendepunkt meiner Karriere. Der Rest ist Geschichte.“

Aus dieser Erfahrung hat Covington seine Lehren gezogen und versucht seitdem, den Zuschauern ein Höchstmaß an Unterhaltung zu bieten:

„Wenn ich vor der Kamera stehe, steigere ich alles auf 110%, weil das hier das Show Business ist. Ich unterhalte. Ich biete den Fans eine Show, weil sie das sehen wollen. Dafür bezahlen sie ihr hart verdientes Geld, also muss ich ihnen das bieten.“

Am 14. Dezember bekommt Colby Covington die Chance, sich den unumstrittenen Titel im Weltergewicht zu sichern. Im Hauptkampf von UFC 245 trifft er auf seinen Rivalen Kamaru Usman.