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Colby Covington nach Kampfabbruch bei UFC 245: Ich wurde bestohlen!

Colby Covington (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Es sollte nicht sein für Colby Covington. Der Amerikaner stand in der vergangenen Nacht im Hauptkampf von UFC 245 Kamaru Usman gegenüber und musste sich nach hartem Kampf in der fünften Runde vorzeitig geschlagen geben. Zu Unrecht, schrieb Covington auf Instagram.

Denn der Amerikaner ließ seinen Ärger über die Niederlage wenig später in den sozialen Netzwerken aus. Er kritisierte dabei vor allem Ringrichter Marc Goddard für dessen Vorgehensweise im Käfig und sah sich ungerecht behandelt.

„Ich bin nur ein kleiner Junge aus Oregon, der den amerikanischen Traum verfolgt. Ich habe mir seit dem ersten Tag alles hart erarbeitet und verdient, ich bin vor die Welt getreten, um zu siegen oder zu sterben“, schrieb Covington. „Marc Goddard [Ringrichter, Anm. d. Red.] hat mich mit seiner furchtbar schlechten Arbeit beraubt. Er hat meinem Gegner nach vorgetäuschten Verletzungen viel Zeit zugestanden und den Kampf zu früh abgebrochen.“

Covingtons Kritik entzündet sich an drei Szenen im Kampf, in denen er sich im Nachteil sieht. In der dritten Runde landete er einen Head Kick und ging mit Schlägen gegen den zurückweichenden Usman hinterher, stellte ihn am Käfig und wollte dort den Kampf beenden. Doch Goddard ging wegen eines Stichs in die Augen dazwischen. Wie sich in der Wiederholung zeigte, zurecht, denn Usman bekam zuvor mindestens den kleinen Finger Covingtons ins linke Auge.

Zuvor hatte Covington einen Body Kick abgefeuert, der ein wenig zu tief traf. Usman zeigte einen Tieftritt an und erhielt eine kleine Auszeit vom Ringrichter. Die Wiederholung zeigte keinen klaren Treffer, sondern einen Streifschuss am Rande des Suspensoriums, eine knappe Entscheidung Goddards, jedoch nachvollziehbar.

In der fünften Runde ging Covington dann zwei Mal von einer Rechten Usmans auf die Bretter. Von der ersten kam er wieder auf die Beine, bei der zweiten setzte Usman mit Hammerfists nach. Der Nigerianer traf dabei anfangs auch den Hinterkopf, bevor er legale Treffer setzte. Diese sahen von außen nicht sonderlich hart aus, Covington umklammerte jedoch nur die Beine Usmans, ohne seine Position zu verbessern. Das Zeichen für Goddard, einzugreifen und den Kampf abzubrechen.

Ob der Kampf jedoch anders ausgegangen wäre, wenn Covington über die Zeit gekommen wäre, darf bezweifelt werden. Nach vier Runden hatten die Punktrichter Wertungen von 38 zu 38 sowie je eine 39 zu 37 für Usman und Covington eingereicht. Mit zwei Niederschlägen im finalen Durchgang hätte Usman die Runde und damit auch den Kampf gewonnen.

Covington, der die Hälfte des Kampfes mit gebrochenem Kiefer absolvierte, zeigte sich auch im Nachgang kämpferisch: „Aber genau wie Amerika kann auch mein Wille und mein Geist niemals gebrochen werden. Fahrbahnschwellen können mich nicht bremsen. Ihr habe noch lange nicht alles von mir gesehen“, so Covington weiter.