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Colby Covington mit Rundumschlag gegen Jones, Woodley und Askren

Colby Covington (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Colby Covington ist nicht dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Doch seit seinem Sieg am Samstag über Robbie Lawler scheint der Amerikaner endgültig in die Offensive gegangen zu sein. Grund dafür sind die wiederkehrenden Spitzen seiner UFC-Kollegen.

Die wollten scheinbar alle Robbie Lawler in Newark siegen sehen. Doch daraus wurde nichts, Covington kaufte dem früheren Champion im Stand den Schneid ab und holte sich einen dominanten Punktsieg und damit endgültig die Titelchance gegen Kamaru Usman. Zum Unmut einiger UFC-Kämpfer. Den Anfang machte dabei Jon Jones. Der Halbschwergewichts-Champion schrieb auf Twitter, dass „Robbie die ganze Welt hängen ließ“. Die erste Breitseite von Covington folgte auf dem Fuß.

„Jon Jones schreibt davon, dass Robbie die Welt im Stich lässt, dabei weiß er aus erster Hand wie es ist, andere zu enttäuschen. Er sollte nicht über Robbie reden, Robbie hat nicht mit einer Nutte auf dem Rücksitz einen Bentley zu Schrott gefahren oder eine schwangere Frau angefahren und ist dann geflüchtet. Robbie Lawler ist eine Legende, ein Familienmensch, ein Hall Of Famer. Wie kann es Jon Jones wagen, so über ihn zu sprechen, wenn er das größte Stück Scheiße im Sport ist?“

Im Anschluss traf es Ex-Champion Tyron Woodley. Dieser hatte gesagt, er habe Dana White angeschrieben mit der Bitte, gegen Covington anzutreten. Für Covington alles andere als glaubwürdig, nachdem er selbst monatelang auf der Jagd nach einem Kampf gegen den „Chosen One“ war.

„Ich habe um den Woodley-Kampf gebettelt und er ist jedes Mal davongerannt. ‚Oh, ich kämpfe gegen Nate Diaz oder GSP, aber nicht gegen Colby‘. Er entscheidet sich für eine OP, bettelt die UFC an, nicht gegen mich zu kämpfen und jetzt hat er ja auch den Kampf gegen Robbie abgesagt. Ich müsste ihm danken. Er hat wegen einem schmerzenden Daumen abgesagt und ich konnte ohne Trainingscamp und mit nur einem Augenlid einspringen, er kann nichts sagen. Er ist nicht mehr relevant, nur noch ein Anhängsel.“

Zum Abschluss traf es auch noch den zweiten Trash-Talker der Gewichtsklasse Ben Askren. Dieser hatte sich auf Twitter noch einmal für seine Niederlage gegen Jorge Masvidal entschuldigt, da man nun wochenlang ertragen müsse, dass Covington und Kamaru Usman übereinander reden würden. Askren hatte noch im Käfig die ersten Worte über sich hören müssen, Covington legte noch einmal nach.

„Ben Askren kann nichts mehr sagen. Ich breche alle Rekorde, nur den einen von Ben Askren nicht, den für die schnellste Niederlage, dem schlimmsten Knockout der UFC-Geschichte. Er kann nicht mehr austeilen, weil seine Karriere tot ist. Er wird bald bei 0 und 3 in der UFC stehen, dann müssen wir nie wieder etwas von ihm hören.“

Covington steht nach seinem Sieg über Lawler erneut an der Spitze der Herausforderer-Liste im Weltergewicht. Alles andere als ein Titelkampf wäre nun eine faustdicke Überraschung für den ungeliebten Amerikaner. Für Covington war der Sieg über Lawler ein Statement an die UFC und auch an die Medien und Fans. Zwar genießt der Amerikaner seine Rolle als „Bad Boy“ der Gewichtsklasse, doch weiß er auch, dass die Antipathie oft dazu führt, dass seine Fähigkeiten unterschätzt werden.

„Diese ganzen Typen in den Medien lassen zu, dass der Hass im Weg zu richtigen Berichten steht. Ich habe eine Legende in Robbie Lawler geschlagen. Jemanden, der Tyron Woodley Angst macht und dazu treibt, wieder abzusagen. Jemanden, vor dem Ben Askren Angst hat. Er ist der härteste Puncher der Gewichtsklasse. Jeder ging davon aus, dass er mich in der ersten Runde ausknockt, dass ich nur über Takedowns gewinnen kann, dass ich keine Chance habe. Was haben sie jetzt zu sagen? Sie spielen meine Leistung herunter. Es war nicht der richtige Robbie, manche sagen ja sogar, dass es abgesprochen war. Wovon zur Hölle reden diese Typen? Ich habe jede Facette des Kampfes dominiert, habe den Rekord für die meisten Schläge in einem Kampf gebrochen, habe Geschichte geschrieben. Sie können sagen, was sie wollen, ich werde weiter Rekorde brechen und die Geschichtsbücher umschreiben.“