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Colby Covington: Ich setze mein Leben für die Firma aufs Spiel und so werde ich behandelt!

Colby Covington (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Eigentlich war alles schon vorbereitet. Am 2. November wollte sich Colby Covington im Madison Square Garden New Yorks gegen Kamaru Usman zum echten Weltergewichts-Champion der UFC krönen. Doch die UFC entschied sich nun, lieber Jorge Masvidal und Nate Diaz in den Hauptkampf zu stellen. Nun erklärt Colby Covington, wie es dazu kam. Erneut ging es um Geld.

„Die UFC kam auf mich zu und hat mir das gleiche angeboten, was ein normaler Titelherausforderer bei ihnen bekommt“, erklärte Covington bei MMAFighting.com. „Ich habe abgelehnt. Ich bin kein Herausforderer. Ich bin der Champion. Ich habe nie verloren, ich habe meinen Titel verteidigt. Ich habe die Trump-Familie reingebracht. Donald Trump hat mich auf Twitter erwähnt, das entspricht 3.5 Millionen Dollar, die man sonst für das Marketing des Events ausgeben müsste.“

Covington betitelt sich immer noch als Interims-Champion der UFC, obwohl ihm die UFC den Titel offiziell wieder entzogen hat. Das hält den Amerikaner jedoch nicht davon ab, weiterhin mit dem Gürtel zu posieren. Der 31-Jährige fühlt sich daher auch in den Verhandlungen mit der UFC weiterhin schlecht behandelt.

„Sie haben nicht einmal mit mir verhandelt. Es war ein ‚Friss oder Stirb‘-Angebot. Ich hatte die Wahl, anzunehmen, oder meinen Platz im Titelkampf an jemand anderes zu verlieren. Das ist kein Verhandeln. So macht man keine Geschäfte, aber wenn das die Art und Weise ist, wie sie verhandeln, ist das ihr Problem, nicht meins. Sie haben verhandelt, als wären wir bei einer Geiselnahme. So läuft das aber nicht. Ich habe Trumps ‚Art Of The Deal‘ gelesen, ich weiß, wie man einen Deal verhandelt und abschließt. Ich lasse mich nicht ausnutzen oder mich in die Ecke drängen. Das ist nicht fair und nicht richtig.“

Wie Covington weiter angab, sollte die Summe, die er für den Titelkampf gegen Usman erhalten sollte, sogar geringer ausfallen, als seine Börse für seinen letzten Kampf gegen Robbie Lawler, in dem kein Titel auf dem Spiel stand. Ein Schlag ins Gesicht für den Kämpfer, der sich als das Zugpferd des Kampfes gegen Usman sieht, da er schließlich permanent Werbung für die UFC machen würde, während Usman auf der anderen Seite einen Herausforderer nach dem anderen ablehnen würde und nicht einmal dem Termin am 2. November zugestimmt habe.

„Ich setze mein Leben für die Firma aufs Spiel. Ich bin nach Brasilien gegangen und habe haarsträubende Dinge gesagt, sodass die Leute mich dort wortwörtlich umbringen wollten. Mich haben Gangs in den Favelas verfolgt und sie wollen mich immer noch mit so einer Börse abspeisen? Ich bestehe auf meinem Recht! Ich verlange nichts Unfaires, nur Gerechtigkeit für die Arbeit, die ich investiere. Ich bitte nur um das, was ich mir verdient habe und was mir zusteht!“