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Cody McKenzie: „Scheiß auf die UFC, ich würde Dana vermöbeln!“

Cody McKenzie (Foto: Mark Bergmann)

TUF-Veteran Cody McKenzie bestritt zwischen 2010 und 2013 sieben Kämpfe für die UFC, konnte davon jedoch nur zwei gewinnen. Am Mittwoch wird er in St. Petersburg bei M-1 Challenge 54 in den Ring steigen. Im Interview mit uns fand er vorher jedoch noch harte Worte für seinen alten Arbeitgeber.



Groundandpound.de: Cody, du kommst gerade von der Waage und hast dein Gewicht auf den Punkt gebracht. Wie geht es dir?

Cody McKenzie: Es geht mir super. Ich muss jetzt nur noch etwas Essen und Wasser laden, ansonsten geht es mir gut.

Ich frage deshalb, weil es vor deinem letzten Kampf einige Probleme mit dem Gewicht gab. Du hast dir sogar Blut abnehmen lassen, um die geforderten 77 Kilo zu bringen.
Ja, ich habe nicht besonders hart für diesen Kampf trainiert und hatte deutlich zu viel auf den Rippen. Am Ende hatten noch 900 Gramm gefehlt. Und jeder der Gewicht macht weiß, wie es ist, wenn man einfach am Ende ist und nicht mehr weiter abschwitzen will. Irgendwann geht es einfach nicht mehr – und an dem Punkt war ich. Ich habe mir also tatsächlich Blut abnehmen lassen und so die fehlenden zwei Pfund verloren.

Du hast dir fast einen Liter Blut abnehmen lassen?
Ja, zwei Pfund (grinst).

Aber du hast es dir anschließend nicht wieder zugeführt?
Nein, ich wünschte das hätte ich tun können (lacht).

Der Kampf lief nicht besonders gut für dich, du hast durch Submission verloren. Lag das auch am Blutverlust?
Ich glaube nicht, dass das am Blut lag. Ich war einfach nicht gut vorbereitet. Normalerweise sollte ich das 77-Kilo-Limit ohne Probleme schaffen. Habe ich aber nicht, daran sieht man, dass ich nicht genug trainiert habe. Ich war in Alaska auf einem Fischerboot und habe dort gearbeitet, daher bin ich nicht oft zum trainieren gekommen, sondern völlig unvorbereitet in dieses Turnier gestartet. Für diesen Kampf habe ich mich aber vorbereitet und freue mich schon darauf.

Dein Gegner ist Beslan Isaev – ein erfahrener, gefährlicher Mann mit fast 40 Kämpfen und 30 Siegen.
Das wird sicher eine Schlacht! Ich habe auch schon ein paar heftige Kämpfe gegen starke Namen hinter mir. Wir sind beide echte Krieger – und morgen gibt’s Krieg!

Du machst keinen Hehl aus deiner Abneigung gegenüber der UFC, die nun offenbar von einigen namhaften Kämpfern auf hunderte Millionen Dollar Schadensersatz verklagt wird. Würdest du da gerne mitmachen?
Mich hat keiner gefragt. Ich habe fünf Jahre lang für die UFC gekämpft, ein paarmal sogar umsonst! Das ist alles Mist, die UFC ist ein Witz! Die zocken die Leute ab und behandeln sie wie Scheiße. Sie behandeln ein paar Leute gut, aber zu denen habe ich nicht gehört (lacht). Ich war nur den Penner, den sie in letzter Sekunden angerufen haben, wenn sie noch dringend einen Kämpfer brauchten. Ich habe gegen die damalige Nummer zwei im Leichtgewicht gekämpft (Chad Mendes, d. Red.) und das war meiner Meinung nach der einzige schlechte Fight meiner Karriere. Da wurde ich echt überrollt, habe einen Treffer zur Leber kassiert. Jeder der kämpft kennt dieses furchtbare Gefühl. Dana White hat sich später auf der Pressekonferenz darüber lustig gemacht – natürlich aber nicht persönlich zu mir, sonst hätte ich ihn vermöbelt. Dana White ist ein Clown! Ich hoffe, die UFC wird auf Abermillionen verklagt. Ich werde davon keinen Cent sehen, aber ich hoffe trotzdem, dass die Klage Erfolg hat. Scheiß auf die UFC!

M-1 Challenge 54 wird am Mittwochabend um 17:00 Uhr deutscher Zeit live und kostenlos auf www.m1global.tv übertragen.