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CM Punk: „MMA ist für mich wie Urlaub“

CM Punk ist bereit für UFC 203 (Foto: Tobias Bunnenberg)

Am 6. Dezember 2014 wurden Wrestling- sowie UFC-Fans gleichermaßen überrumpelt, als Phil Brooks, besser bekannt unter seinem Künstlernamen CM Punk, verkündete, er würde sich zukünftig dem MMA-Sport widmen. Im Gegensatz zu Kollegen vergangener Tage wie Dave Bautista oder Bobby Lashley entschloss er sich jedoch dazu, statt einem behutsamen Aufbau sofort in das Haifischbecken UFC geworfen zu werden. Ganze 21 Monate später trennen den 37-Jährigen nur noch wenige Stunden von seinem MMA-Debüt gegen den 14 Jahre jüngeren Mickey Gall. Trotz der anstehenden Aufgabe gab sich der ehemalige Wrestler auf der abschließenden Pressekonferenz vor UFC 203 entspannt und selbstbewusst.

Kaum jemand rechnet dem einstmaligen WWE-Champion besonders große Chancen gegen das aufstrebende Talent Mickey Gall aus. Zu diesem Kreis zählt auch der 24-Jährige selbst: „Ich werde für alles bereit sein. Es interessiert mich nicht, was mein Gegner machen wird. Wir werden meinen Kampf kämpfen. Wo auch immer der Kampf stattfindet, werde ich einen Weg finden, ihn zu schlagen.“

Punk hingegen glaubt an seine Vorbereitung. Seit seiner Bekanntgabe vor knapp zwei Jahren lässt sich der Mann aus Chicago in Milwaukee von Trainer Duke Roufus zu einem kompletten Mixed-Martial-Artist ausbilden. Der mehrfache Kickbox-Weltmeister coachte bereits Anthony Pettis zu Titeln in der UFC sowie WEC.

„Ich werde das tun, was meine Trainer mir beigebracht haben“, erklärte Punk auf der Pressekonferenz in Cleveland. „Ich trainiere mit einem Haufen Kämpfer, die besser sind als ich und monatelang meine Fähigkeiten verbessert haben. Ich bin bereit für Mickey.“

Auch seine Vergangenheit als das Aushängeschild der WWE kam zu Sprache. Zwar absolvierte Punk über viele Jahre hinweg das Training eines Profisportlers, Erfahrung mit Kampfsport machte er jedoch in diesem Zeitraum nicht. Darin sieht er aber kein großes Problem: „Man muss ein Athlet sein, um ein Profi-Wrestler zu werden. In diesem Punkt gibt es keinen großen Unterschied. Ich sehe es so: Ich weiß, wie man ein Automatik-Auto fährt, und jetzt lerne ich, mit Schaltung zu fahren. Wenn man zu viel nachdenkt, wird man es nicht schaffen. Wenn man aber viel übt wird es zur Normalität. Man fährt immer noch ein Auto.“

Sein Debüt steht zwar noch aus, ein vorläufiges Fazit seiner bisherigen Zeit als Profi im MMA-Business zog CM Punk jedoch bereits jetzt: „MMA macht einfach Spaß. Jeder auf dieser Bühne kann das bestätigen. Natürlich hat man gute und schlechte Tage, aber egal wie schlimm ein Tag wurde, es war immer noch fantastisch. Ich genieße das alles. […] Ich darf jeden Tag in meinem Bett schlafen, egal wie hart das Training war. Diesen Luxus hatte ich nie. Das ist wie Urlaub für mich.“

Für Phil Brooks schließt sich nach beinahe zwei Jahren ein Kreis. Bei UFC 203 muss er zeigen, dass er mehr als ein Marketing-Gag sein kann. Wie schon seine ganze Karriere über zweifeln viele Menschen an ihm. Diese Negativität lässt er jedoch zu keinem Zeitpunkt an sich heran.

„Oh ich bin peinlich, unkoordiniert, alt, fett, faul und ich bin scheiße, war kein richtiger Athlet und werde es nicht schaffen? Wenn man das alles glaubt, wird man nicht dazu in der Lage sein, es zu schaffen.“