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Chris Weidman: „Yoel hat den Titelkampf verdient!“

Chris Weidman (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Seit Georges St. Pierre sein Comeback im Mittelgewicht ankündigte und sofort einen Titelkampf gegen Weltmeister Michael Bisping erhielt, ist die Gewichtsklasse in heller Aufruhr. „Jacaré“ Souza muss einen weiteren Gegner ausschalten und Yoel Romero bewarb sich bereits öffentlich um einen Interims-Titelkampf gegen Anderson Silva. Ebenso enttäuscht ist Ex-Weltmeister Chris Weidman.

„Der Kampf hält die Gewichtsklasse auf, das ist schlecht für uns alle,“ so Weidman im Submission Radio. „Ich verstehe GSP, er kriegt die Chance auf den Mittelgewichtstitel gegen einen Gegner, der für ihn nicht so gefährlich ist, wie Tyron Woodley. Und Bisping macht mit dem Kampf jede Menge Geld gegen einen Typen, der vom Weltergewicht hochkommt und drei Jahre nicht gekämpft hat. Außerdem muss er nicht gegen einen Top-Herausforderer ran. Also für die beiden ist der Kampf super. Für den Rest von uns, weniger.“

Wobei Chris Weidman derzeit keine Ansprüche auf den Titel anmelden kann. Bei UFC 205 wurde er eiskalt von Yoel Romero mit einem Kniestoß ausgeknockt, seiner zweiten Niederlage in Folge. Für den Amerikaner jedoch kein Grund, nachtragend zu sein. Stattdessen zeigte sich der frühere Weltmeister enttäuscht, dass der Kubaner mit acht Siegen in Folge nicht um den Gürtel kämpfen darf.

„Yoel hat mein Mitgefühl. Er hat den Titelkampf verdient. Er hat mich fair und ehrlich mit einem wunderschönen Knockout besiegt. Ich bin davon ausgegangen, dass das reicht, um Bisping zu bekommen. Aber ich glaube, Bisping will diesen Kampf nicht. Und jetzt kommt GSP zurück und Bisping rührt seit Monaten die Werbetrommel für diesen Kampf. Schlechtes Timing für Yoel.“

Für Weidman beginnt die Reise zurück an die Spitze am 8. April gegen Gegard Mousasi. Ein Erfolg über den Niederländer dürfte Weidman zwar noch nicht komplett Richtung Spitze, aber zumindest in den Dunstkreis des Gürtels und vielleicht einen Rückkampf gegen Luke Rockhold oder Romero bringen.