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Chris Leben: „Wer eine Frau schlägt, verdient einen Kopfschuss!”

Chris Leben hat wieder Ärger (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Neuer Ärger für Chris Leben. Der einstige UFC-Kämpfer wurde vergangenen Mittwoch verhaftet, nachdem seine Ex-Frau Kaleena Leben Anzeige wegen Hausfriedensbruch, Vandalismus, Waffenbesitz, Verstoß gegen ein gerichtliches Kontaktverbot sowie häuslicher Gewalt gestellt hatte. Vier Tage in Haft später ist Chris Leben gegen Kaution vorerst wieder auf freiem Fuß. Nun äußerte sich der „Crippler” zu den Vorfällen.

Was ihm insbesondere sauer aufstößt, ist die Tatsache, dass zahlreiche Medien verbreiteten, der 35-Jährige habe Gewalt gegen seine Ex-Frau angewendet. „Total lächerlich. Ich weiß nicht, woher die das haben, aber da ist kein Funken Wahrheit dran.” Eine Einschätzung, der ein Sprecher der Polizei in San Diego zustimmt, der Vorfall verlief ohne Tätlichkeiten. „Sobald einer was erzählt, denken alle, sie hätten freien Lauf das zu zitieren, weil sie im Zweifel einem anderen die Schuld geben können. Das beschädigt meine Karriere,” so Leben.

Der TUF-Veteran bestritt nicht, sich Zugang zur früheren Wohnsitz verschafft zu haben, erklärt dies aber dadurch, dass er vor Monaten ohne irgendwelche Klamotten aus dem Haus flüchten musste, nachdem er erneut Opfer eines Angriffs seiner Frau wurde. „Wenn Deine Frau Dich um 2 Uhr nachts angreift und Du barfuß aus Deinem eigenen Haus flüchten und irgendwo einen Schlafplatz finden musst, das ist hart.” Gegenüber den Kollegen von MMAFighting.com äußerte Leben zudem, dass die Anschuldigungen, die dem gerichtlichen Kontaktverbot zugrunde liegen, falsch seien und er nichts im Haus zerstört habe, weswegen er nicht wisse, warum ihm Vandalismus vorgeworfen würde. Den Waffenbesitz kommentierte er nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Leben mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Aufgrund eines zerrütteten Elternhauses geriet der „Crippler” bereits in jungen Jahren auf die schiefe Bahn und kämpfte Zeit seiner Karriere mit den Dämonen der Sucht. Zwei Mal wurde er wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen, Schmerzmittel waren ein täglicher Begleiter. In der UFC wurde er zwei Mal positiv getestet.

„Jeder weiß, dass ich mit meinen Problemen offen umgehe. Ich habe keine Scheu, einzugestehen, wenn ich Mist gebaut habe. Ich kämpfe mich durchs Leben so wie jeder andere auch. Aber wenn es um meinen Charakter geht, auf den lasse ich nichts kommen. Ich bin ein Outlaw mit Moral. Es gibt Gesetze, an die ich nicht glaube und andere, an die ich mich halte. Ich lebe mein Leben nach bestimmten Grundsätzen und einer davon ist, niemals eine Frau zu schlagen oder zu verletzen. Jeder Mann, der das tut, ist ein Stück Scheiße und verdient einen Kopfschuss. Ich habe so etwas nie gemacht.”

Erst vergangenes Wochenende veröffentlichte der US-Fernsehsender HBO in seiner Sendung "Real Sports with Brian Gumble" einen Bericht über die überproportional hohe Zahl an Vorfällen häuslicher Gewalt im Zusammenhang mit MMA-Kämpfern. Leben will mit so etwas nichts zu tun haben, weswegen ihn die falsch verbreiteten Gerüchte mehr als nur ärgern. Der 35-Jährige will sich heute ganz auf seine Arbeit im One Training Center und seine neue Freundin konzentrieren. „Das letzte, was ich gebrauchen kann, ist dass dieser Dreck meinen Namen befleckt. Ich fokussiere mich darauf, als Trainer zu arbeiten, gesund und vor allem nüchtern zu leben. Es ist ein Alptraum!” 

Chris Lebens erster Verhandlungstag vor dem Richter ist für den 3. August angesetzt.