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Chael Sonnen: „Wir hätten nie eigene Sponsoren haben dürfen“

Chael Sonnen wirbt um Verständnis für Reebok-Sponsoring (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Wenn ein Kämpfer in den vergangenen Jahren begriffen hat, wie das MMA-Geschäft auch abseits des Käfigs läuft, dann Chael Sonnen. Da liegt es nahe, dass sich der mittlerweile zurückgetretene "American Gangster" auch zu den Zahlen des kommenden Reebok-Sponsorings (GNP1.de berichtete) äußert. Und im Gegensatz zu zahlreichen unzufriedenen Kämpfern, vertritt Sonnen eine grundlegend andere Meinung.

"Wir als Kämpfer hätten nie die Möglichkeit haben sollen, eigene Sponsoren mitzubringen. Kein Produzent der Welt bezahlt die komplette Show, das Licht, die Kameras und erlaubt dann seinen Stars, die Werbeeinnahmen einzubehalten."

Mit insgesamt 17 Kämpfen unter dem ZUFFA-Banner (14 für die UFC, 3 für die WEC) in Verbindung mit drei UFC-Titelkämpfen im Mittel- und Halbschwergewicht hätte der heute 38-Jährige in seiner UFC-Karriere von Reebok gerade einmal $177.500 erhalten. Eine Summe, die wahrscheinlich weit unterhalb dessen liegt, was der charismatische Ringer zum Schluss seiner Karriere pro Kampf erhielt. Trotzdem wirbt Sonnen für Verständnis für den Deal der UFC mit Reebok.

"Mein Management kümmert sich um die Belange von zwei Kämpfern. Chad Mendes erhält etwa $100.000 durch Sponsoren und wird durch die neue Regelung etwa $100.000 pro Jahr einbüßen. Das ist viel Geld. Auf der anderen Seite haben wir mit Scott Jorgensen jemanden, der durch den Deal etwa $15.000 pro Kampf dazuverdient. Bei drei Kämpfen pro Jahr sind das $45.000. Die Kämpfer im unteren Segment werden gewinnen, die oberen verlieren. Es hat einen sozialistischen Ansatz."

Für Sonnen ist die Sachlage klar, vom Reebok-Deal werden die Kämpfer langfristig profitieren. Denn auch wenn die UFC einen Teil der Summe einbehält, so ist sich der selbsternannte "People's Champ" sicher, dass die Einnahmen zum Wohle der Kämpfer reinvestiert werden und sich die Kämpfer nur deswegen beschweren, weil sie fälschlicherweise denken, anderswo wäre das Gras grüner.

"Ich arbeite jetzt für ESPN und ich könnte nicht mit einem Anzug oder einer Uhr auf Sendung gehen, die Werbung für einen privaten Sponsor zeigt und hinter dem Rücken von ESPN Geld verdienen. Ich arbeite für sie. Sie müssen die Einnahmen erhalten. Undank ist der Welt Lohn!"