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Chael Sonnen macht USADA-Dopingtest, denkt über Comeback nach

Chael Sonnen (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Chael Sonnen kann es einfach nicht lassen. Auch zwei Jahre nach seinem erzwungenen Karriereende denkt der mittlerweile 39-Jährige noch ans Kämpfen, wie er Ariel Helwani in der MMA Hour verriet. Aus diesem Grund befindet er sich seit wenigen Tagen wieder auf der Liste der USADA, um getestet zu werden. Sollte er sauber sein, stünde einem Comeback nichts mehr im Weg.

„Es juckt mich in den Fingern,“ so Sonnen. „Ich träume davon. Aber es geht nur Schritt für Schritt. Wenn ich mein Comeback ankündigen könnte, würde ich es schon machen. Aber ich muss erst diesen USADA-Test bestehen, um ehrlich zu sein. Wenn ich den bestehe, bestehe ich alle. Aber ich muss sicher sein, dass alle Stoffe aus mir draußen sind. Das wäre Schritt eins. Schritt zwei wäre, wieder in Form zu kommen, was ich schon bin und Schritt drei ist dann, der fieseste Typ auf der Welt zu werden!“

Sonnen hätte 2014 nach Abschluss einer gemeinsamen TUF-Staffel auf Wanderlei Silva treffen sollen. Aus dem Duell bei UFC 175 wurde nichts. Erst fiel Sonnen durch eine Trainingskontrolle im Mai, dann durch eine weitere wenige Wochen später, bei der auch Wachstumshormone und EPO nachgewiesen werden konnten. Die ausgesprochene Sperre von zwei Jahren nahm Sonnen zum Anlass, die Karriere zu beenden. Diesen Monat läuft die Sperre ab, Sonnen könnte also wieder eingreifen. An Selbstvertrauen scheint er in den zwei Jahren Sperre nichts eingebüßt zu haben.

„Ich habe dominiert, das ist Fakt. Ich habe das Mittelgewicht dominiert. Es gab nie ein solches Mittelgewicht wie mich. Der Typ, der mir am nächsten war, ist Anderson Silva und ich habe zwei 10-8-Runden gegen ihn geholt. Das ist einfach die Wahrheit. Es gibt keinen im Mittelgewicht, der mir gleicht.“

Bevor Sonnen jedoch wieder eine Lizenz beantragt und angreift, muss er die USADA-Richtlinien einhalten, indem er sich den Kontrollen unterwirft und diese besteht. Zwei Mal wurde er bereits getestet, die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

„Ich habe früher eine Menge verbotenes Zeug genommen und will sichergehen, dass alles draußen ist. Ich will nicht wieder mit dem Kämpfen anfangen, nur damit diese Doping-Sache wie ein Bumerang zurückschlägt. Die Typen von der USADA fanden es lustig, aber in meinem Kopf hat es Sinn ergeben.“

Ob ein negativer Test gleichbedeutend mit einem Octagon-Comeback Sonnens zusammenhängt, ließ er noch offen. Die UFC kehrt im Oktober nach Portland in Sonnens Heimatstaat Oregon zurück, zuvor müsste sich Sonnen um eine Lizenz bemühen. Zu früh freuen sollte man sich jedoch an dieser Stelle also nicht.

„Ich hätte einfach nur gerne die Option. Ich glaube ehrlich gesagt, ich bin durch mit MMA. Aber ich würde diese Entscheidung gerne selbst treffen. Derzeit kann ich das nicht. Solange ich keine Lizenz habe, bin ich in der Rente. Deswegen mache ich diesen Test. Damit ich anschließend selbst entscheiden kann, ob ich fertig bin.“